Vorlese-Funktion

Herstellung von Verbindlichkeit

Ziel des Medienkonzepts ist es, die Medienbildung fest und für alle verbindlich in der pädagogischen Arbeit der Schule zu verankern. In diesem Zusammenhang kommt dem Mediencurriculum eine zentrale Bedeutung zu.

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Durch die systematische Dokumentation des schrittweise angelegten Kompetenzerwerbs schafft das Mediencurriculum einen Orientierungsrahmen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Darüber hinaus kann durch das Dokumentieren der vermittelten Kompetenzen und der dazu eingesetzten Methoden, Werkzeuge und Materialien die Effizienz und Verbindlichkeit des Kompetenzerwerbs in allen Schularten verbessert werden.

Der Verweis bzw. die Bereitstellung konkreter Unterrichtsbeispiele oder -einheiten bietet v. a. Lehrkräften Planungssicherheit, welche Inhalte und Kompetenzen in den jeweiligen Jahrgangsstufen abgedeckt werden sollten. Da verbindliche Inhalte immer auch eine klare Kommunikation voraussetzen, geht hiermit eine hohe Transparenz bezüglich der vermittelten Inhalte und angewandten Methoden einher.

Die nachfolgenden Praxisbeispiele zeigen, wie es Schulen gelungen ist, dieser Herausforderung bei der Erstellung und Weiterentwicklung ihres Medienkonzepts auf Individual-, Klassen- und Schulebene und für verschiedene Adressatengruppen gerecht zu werden.

  Portfolio zur Selbsteinschätzung der Kompetenzstufe

 Portfolio zur Planung von Medienprojekten

 Portfolio zum Kompetenzerwerb auf Klassenebene

 Dokumentation erworbener Medienkompetenzen von Schülern und Lehrkräften

  Einführung eines digitalen Raumkonzepts

 Integration des Mediencurriculums in die didaktische Jahresplanung

 Handlungs- und Medienkompetenz in der didaktischen Jahresplanung

Portfolio zur Selbsteinschätzung der Kompetenzstufe

Dieses Beispiel zeigt einen Auszug aus dem „Portfolio Medienkompetenz“, welches an die Schülerinnen und Schüler zur (eigenständigen) Dokumentation der bereits vermittelten Medienkompetenzen ausgegeben wird. Das Medienportfolio dient der Sammlung eigener Produkte, z. B.  von Medienbeiträgen, die von Kindern selbst erstellt wurden oder an denen sie beteiligt waren. Darüber hinaus können dort Bescheinigungen über medienbezogenen Aktivitäten abgelegt werden.  

Durch die systematische und umfassende Dokumentation des Kompetenzerwerbs schafft das Medienportfolio einen Orientierungsrahmen für die Medienbildung an der Schule. Mit Blick auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen im Unterricht sorgt es für Transparenz und Verlässlichkeit und sichert eine hohe Verbindlichkeit und Durchdringungstiefe.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Kompaktheit und Übersichtlichkeit der Darstellung

Das Medienportfolio dokumentiert die Medienkompetenzen, die bei den Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Jahrgangsstufen gefördert wurden, sehr übersichtlich auf einer bzw. zwei Seiten.

Trotz der kompakten Darstellung sind konkrete Inhalte zum Medienkompetenzerwerb und Medien sowie Werkzeuge zu deren Umsetzung genannt, die sowohl den Kindern, aber auch den Lehrkräften Orientierung und Anhaltspunkte geben.

Das Medienportfolio ist zudem so zusammengestellt, dass auch Außenstehende einen guten Einblick in die vermittelten Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler erhalten können.

Möglichkeit der Selbsteinschätzung durch Schüler

Nach Durchführung einer Unterrichtseinheit sollen sich die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer erworbenen Medienkompetenzen auch selbst einstufen. Durch diese Art der Selbstreflexion trainieren die Kinder, sich in Bezug auf ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien selbst einzuschätzen und eine gewisse Eigenverantwortlichkeit für ihre Lernprozesse zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler haben durch die kontinuierliche Bearbeitung des Portfolios stets einen genauen Überblick über die bereits durchgeführten Einheiten und über ihren individuellen Lernfortschritt.

Abzeichnung durch die Lehrkraft

Die Lehrkraft bestätigt die Durchführung der Einheiten bzw. die Vermittlung der Medienkompetenzen durch Abhaken auf dem Portfolio-Blatt der Schülerinnen und Schüler. Dabei kann auch abgeglichen werden, ob die Selbsteinschätzung der Kinder von der der Lehrkraft abweicht.

Darüber hinaus ermöglicht dieses Vorgehen Planungssicherheit, da Lehrkräfte in ihrem Unterricht verlässlich auf Vorwissen und Fähigkeiten aufbauen können, die ihre Schülerinnen und Schüler bereits in früheren Jahrgangsstufen erworben haben.

Konkretisierung der Medienkompetenzvermittlung

Das Portfolio benennt klare Teilkompetenzen, die nach dem Kompetenzrahmen zur Medienbildung an bayerischen Schulen gegliedert sind. Die übergeordneten Medienkompetenzbereiche wurden dabei inhaltlich und methodisch ausdifferenziert und dem Niveau der Jgst. 1/2 und 3/4 angepasst.

Unter den Teilkompetenzen sind sowohl verbindliche als auch optionale Punkte zu finden, so dass die Lehrkraft ihre Freiheit in der Unterrichtsgestaltung behält. Gleichzeitig entsteht dadurch eine hohe Verbindlichkeit, da durch die verpflichtende Durchführung der Inhalte mit gleichzeitiger Vorgabe der einzusetzenden Medien sichergestellt werden kann, dass den Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe am Ende des Schuljahres auch klassenübergreifend die gleichen Inhalte und Kompetenzen vermittelt wurden.

 

Originaltöne aus dem Schulalltag

Im Folgenden erklärt StRin Bettina Pfeuffer, wie das Medienportfolio in den Klassen eingeführt wurde:

 

Des Weiteren benennt sie Vorteile und Stolpersteine im Zusammenhang mit der Einführung und Umsetzung des Medienportfolios:

 

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Schulkontakt

Johann-Peter-Wagner Grundschule Theres
Alice-von-Swaine-Str. 12
97531 Theres
Telefon: 09521/95790-0
E-Mail: verwaltung@schule.theres.de

Portfolio zur Planung von Medienprojekten

Dieses Beispiel präsentiert ein jahrgangsstufenübergreifendes Medienportfolio für Schülerinnen und Schüler, in dem die zu erreichenden Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien für alle Beteiligten sehr übersichtlich aufgeschlüsselt sind.

Das Portfolio dient zum einen zur Planung von Medienprodukten und zum anderen als Grundlage für die Lernentwicklungsgespräche, da die Lehrkraft die Niveaustufe der Schülerinnen und Schüler beurteilt und dokumentiert.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Schrittweise Ausbau von Medienkompetenz

Das Medienportfolio erfasst die Vermittlung von Medienkompetenzen von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4 anhand tabellarischer Fragebögen. Dabei sind die thematischen Untergliederungen, die Kompetenzformulierungen und Antwortkategorien so gewählt, dass die Verständlichkeit für die Kinder auch in den untersten Klassen jederzeit gewährleistet ist.

Die detaillierte inhaltliche Ausdifferenzierung der Kompetenzerwartungen ermöglicht Lehrkräften einen guten Überblick über die bereits angebahnten Medienkompetenzen sowie die Leerstellen und gibt ihnen somit zugleich einen „Fahrplan“ an die Hand. Jedes Kind erhält zur Dokumentation der vermittelten Medienkompetenzen ein Medienportfolio, das im Laufe der Grundschulzeit vervollständigt werden soll.

Nutzung für Lernentwicklungsgespräche

Nach der Behandlung bestimmter Themen im Unterricht, mit denen die jeweiligen Kompetenzen erreicht werden sollen, bewertet die Lehrkraft den Stand der erworbenen Kompetenzen durch die Schülerin bzw. den Schüler.

Das Medienportfolio und die Beurteilung der Lehrkraft kann darüber hinaus als Grundlage für die Rückmeldung an die Sorgeberechtigten im Rahmen von Lernentwicklungsgesprächen dienen. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Sorgeberechtigten haben somit einen schnellen Einblick in den aktuellen Lern- und Wissensstand des Kindes. Zudem wird der individuelle Lernfortschritt des Kindes für alle Beteiligten sichtbar.

Selbsteinschätzung durch Schülerinnen und Schüler

Nach Durchführung einer Einheit können die Schülerinnen und Schüler den Grad ihres Lern- und Wissensstandes in Punkto Medienkompetenz auch selbst einschätzen und mit der Beurteilung der Lehrkraft abgleichen. Durch diese Art der Selbstreflexion trainieren die Kinder, sich sowohl selbst einzustufen als auch eine gewisse Eigenverantwortlichkeit für ihren Lernprozess zu entwickeln.

Planungs- und Reflexionsvorlagen für Medienprojekte

Neben der tabellarischen Übersicht der vermittelten Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien enthält das Portfolio auch Planungs- und Reflexionsvorlagen für kreative Medienprojekte (z. B. Fotoprojekt). Diese regen eine vertiefende und aktive Auseinandersetzung mit einzelnen Themenbereichen an und unterstützen die selbstständige und aktive Arbeit der Kinder mit Medien und digitalen Werkzeugen.

 

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Portfolio zum Kompetenzerwerb auf Klassenebene

Dieses Beispiel veranschaulicht, wie ein Mediencurriculum gleichzeitig als Portfolio für den Medienkompetenzerwerb auf Klassenebene genutzt werden kann.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Übersichtliche Darstellung der Medienkompetenzen pro Jahrgangsstufe

Das Mediencurriculum stellt die Kompetenzen, die in den einzelnen Jahrgangsstufen gefördert werden sollen, sehr übersichtlich auf jeweils einer DIN-A4-Seite dar. Trotz der kompakten Darstellung sind konkrete Inhalte, die zugeordneten Fächer sowie die eingesetzte Soft- und Hardware genannt und den jeweiligen Bereichen des Kompetenzrahmens zur Medienbildung zugeordnet. Dies sorgt sowohl bei den Schülerinnen und Schülern aber auch auf Seiten der Lehrkräfte für Orientierung und Struktur.

Das Portfolio wird von der Klassenleitung aufbewahrt und im mebis-Kurs auch allen Schülerinnen und Schülern digital zugänglich gemacht.

Hinweis: Um die Lehrkräfte bei der Vorbereitung zu entlasten, können konkrete Unterrichtszenarien zu den jeweiligen Inhalten für die gesamte Schule entworfen werden. Diese sollten aber an anderer Stelle gesammelt werden, um die Übersichtlichkeit nicht zu verlieren.

Einführung des „Mehraugenprinzips“

Nach Durchführung einer oder mehrere Einheiten zur gezielten Förderung einzelner Medienkompetenzen, wird dessen Durchführung von der jeweiligen (Fach)Lehrkraft durch Abzeichnung bestätigt.

Am Ende jedes Schuljahres werden die Übersicht und die Durchführung aller medienpädagogischen Bausteine nochmals von der Klassenleitung überprüft und durch Signatur gekennzeichnet.

Somit wird zweifach überprüft, dass die entsprechenden Inhalte auch wirklich im Unterricht behandelt wurden, was sowohl auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrkräfte der Klasse für eine hohe Verbindlichkeit und Verlässlichkeit sorgt.

Weitergabe an nachfolgende Klassenleitungen

Das von der Klassenleitung unterzeichnete Portfolio kann als Grundlage für die Weiterentwicklung von Medienkompetenzen der Klasse im darauffolgenden Schuljahr dienen. Konnten bestimmte Themen in einer Jahrgangsstufe nicht behandelt werden, ist so ein gezieltes Nachholen spezieller Inhalte leicht zu bewerkstelligen.

Durch die Ablage in einem mebis-Kurs der Klasse ist die Weitergabe auch im Falle eines Lehrkräfte-Wechsels ohne Probleme möglich. Auf Vorwissen und Fähigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler bereits in früheren Jahrgangsstufen erworben haben, kann somit fortlaufend aufgebaut werden.

Aufführung einzusetzender Soft- und Hardware

Die klare Benennung und Dokumentation von einzusetzenden Tools, Apps und Lernprogrammen (in diesem Beispiel u. a. Audacity, iMovie) im Mediencurriculum schafft Transparenz und Verbindlichkeit, da jede Lehrkraft genau darüber informiert ist, welche Methoden und Werkzeuge zur Förderung der Medienkompetenzen eingesetzt werden können. Ausgewählte Inhalte, Praxisbeispiele sowie die benötigte Soft- und Hardware sind dabei den einzelnen Fächern klar zugeordnet.

Dieses Verfahren ermöglicht es, in den Folgejahren im Rahmen von Fortbildungen gezielt auf die bereits erworbenen Kenntnisse und damit das Vorwissen des Kollegiums im Umgang mit der schulischen Soft- und Hardware aufzubauen.

Hinweis: Vorgaben zur eingesetzten Soft- und Hardware müssen für jede Schule abhängig von der jeweiligen technischen Ausstattung individuell festgelegt werden. Zudem sollte immer bedacht werden, dass ein Medienkonzept nicht den Umgang mit einzelnen IT-Anwendungen im Fokus hat, sondern eine ganzheitliche Medienbildung und die Umsetzung vorher definierter pädagogischer Ziele im Mittelpunkt stehen.

 

Originaltöne aus dem Schulalltag

Im Folgenden berichtet StRin Kerstin Schwarz über die Einführung und den Umgang mit dem Mediencurriculum:

 

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Schulkontakt

Gustav-Woehrnitz-Mittelschule
Nägelseestr. 8
97816 Lohr am Main
Tel. 09352/5004250
E-Mail: verwaltung@gws-lohr.de

Dokumentation der Medienkompetenzen von Schülern und Lehrkräften

Dieses Beispiel demonstriert, wie die im Kompetenzrahmen zur Medienbildung an bayerischen Schulen aufgeführten Medienkompetenzen von den Schülerinnen und Schülern und die diesbezüglich benötigten medienpädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte konkret angebahnt und übersichtlich dokumentiert werden können.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Konkretisierung geforderter Medienkompetenzen für Schülerschaft und Lehrkräfte

Eine Stärke dieses Beispiels liegt darin, dass nicht nur die Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler, sondern auch die medienpädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte im Fokus stehen. Dadurch wird deutlich, dass auch bei den Lehrerinnen und Lehrern bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit sie die entsprechenden Inhalte erfolgreich an die Schülerschaft weitervermitteln können.

Die Kompetenzerwartungen der beiden Gruppen stehen dabei nicht isoliert für sich, sondern sind unmittelbar miteinander verknüpft, wobei die im Mediencurriculum aufgeführten Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler Ausgangspunkt für die der Lehrkräfte sind. Auf diese Weise kann der Kompetenzerwerb der Schülerschaft verbindlicher gestaltet werden, da die Förderung und der Ausbau medienpädagogischer Kompetenzen der Lehrkräfte ebenfalls im Medienkonzept berücksichtigt sind.

Unterteilung medienpädagogischer Kompetenzen der Lehrkräfte in zwei Niveaustufen

Die Einteilung der Kompetenzerwartungen an die Lehrkräfte in eine „Grundstufe“ und eine „Kompetenzstufe erweitert“ schafft eine Möglichkeit, mit der sich Lehrkräfte bezüglich ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien einschätzen und zuordnen können. Gleichzeitig kann diese Selbsteinschätzung dabei helfen, den eigenen Fortbildungsbedarf besser abzuschätzen.

Durch die Unterscheidung der beiden Stufen wird auch digital weniger affinen Lehrkräften die Möglichkeit gegeben, gezielt Angebote unter Gleichen wahrzunehmen und ein für sie passendes Niveau zu wählen.

Abzeichnung der Kompetenzen im Sinne eines Portfolios

Im Mediencurriculum werden die den Schülerinnen und Schülern vermittelten Medienkompetenzen von der Lehrkraft abgehakt. Dadurch erhält das Mediencurriculum den Charakter einer Checkliste.

Durch eine kontinuierliche Kompetenzförderung und deren Dokumentation erhalten die Schülerinnen und Schüler stets einen genauen Überblick über die bereits durchgeführten Einheiten und somit auch ihren eigenen Lernfortschritt. Eigene Produkte, z. B. Medienbeiträge, die sie selbst erstellt haben oder an denen sie beteiligt waren, können im Medienportfolio ebenso gesammelt werden wie Bescheinigungen über ihre medienbezogenen Aktivitäten.

Zudem sorgt dieses Verfahren bei den Kindern für Verbindlichkeit und Transparenz und dient auch den Lehrkräften dazu, einen Überblick über die bereits vermittelten Kompetenzen bei einem Klassenwechsel zu behalten. Medienkompetenz kann so schrittweise und zielorientiert bei den Schülerinnen und Schülern gefördert und ausgebaut werden.

Benennung konkreter Arbeitsmittel

Die klare Benennung möglicher Arbeitsmittel und Tools (in diesem Beispiel „Scratch“) schafft einen Grad an Verbindlichkeit, da jede Lehrkraft genau darüber informiert ist, welche Werkzeuge sich bewährt haben und im Mediencurriculum sinnvoll eingesetzt werden können.

Auf diese Weise ist es auch einfacher, in den Folgejahren auf die bereits erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und damit das Vorwissen der Lehrkräfte im Rahmen von medienpädagogischen Fortbildungen aufzubauen.

Bereitstellung eines begleitenden „Digi-Wikis“ als Nachschlagewerk

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie ihre Lehrkräfte wurde flankierend zum Mediencurriculum ein sogenanntes „Digi-Wiki 1.0“ entwickelt. Dieses umfasst eine interaktive Präsentation sowie Informations- und Übungsmaterialien zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien, u. a. zu Themen wie Cybermobbing, Bildrechte, Funktionsweise einer App/eines Browsers.

Dieses „Digi-Wiki“ ist adressatengerecht aufbereitet und dient den Kindern und Lehrkräften kontinuierlich als Nachschlagewerk. Für die weiteren Jahrgangsstufen ist eine Fortführung dieser Materialsammlung geplant.

Zu Beginn der 1. Jahrgangsstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Sammelmappe (Medienportfolio), in der sie bis zur 4. Jahrgangsstufe die bearbeiteten Aufgaben, Umfragen zur Mediennutzung und Informationsblätter im Bereich der Medienbildung sowie das von der Lehrkraft abgezeichnete Mediencurriculum ablegen können. Themen aus dem „Digi-Wiki“ werden in der Sammelmappe bearbeitet und dokumentiert. Auch eigene Produkte, z. B. Medienbeiträge, die sie selbst erstellt haben oder an denen sie beteiligt waren, können im Medienportfolio gesammelt werden.

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Einführung eines digitalen Raumkonzepts

Dieses Beispiel zeigt auf, wie durch Kooperation zwischen Fachbereichen ein digitales Raumkonzept entwickelt wurde, das fächerübergreifenden Unterricht in einer betriebsnahen Umgebung ermöglicht und als Maßstab für die künftige digitale Ausstattung der Schule dient.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Bedarfsorientierte Zielsetzung

Ziel ist es, ausgehend von den Mediencurricula verschiedener Fachbereiche und in Zusammenarbeit mit dem Schulaufwandsträger, ein gestuftes Raumkonzept mit verschiedenen Ausstattungsvarianten für Fachunterrichtsräume zu erstellen.

Damit soll sichergestellt werden, dass den Lehrkräften die technische Ausstattung zur Verfügung steht, die sie für ihren Unterricht benötigen, dass Fördergelder des DigitalPakts effektiv genutzt und dass berufsbezogene Kompetenzen gezielt gefördert werden können. Die verschiedenen Ausstattungsvarianten sollen wiederum als Musterräume fungieren, an denen sich der planvolle Ausbau der IT-Infrastruktur an der Schule orientiert.

Fachbereichsübergreifende Umsetzung

Das Raumkonzept wurde im Rahmen eines fachbereichs- und fächerübergreifende Kooperationsprojekts der Fachbereiche Groß- und Außenhandelsmanagements und Spedition entwickelt und umgesetzt sowie in der didaktischen Jahresplanung verortet.

Zukunftsweisendes digitales Raumkonzept

Das Ergebnis des Kooperationsprojektes ist ein digitales Raumkonzept mit drei Ausstattungsvarianten, die im Unterrichtsalltag getestet wurden und sich bewährt haben.

Das Raumkonzept ist einerseits so flexibel, dass es den Bedürfnissen der verschiedenen Fachbereiche gerecht wird und einen fachbereichsübergreifenden Unterricht ermöglicht. Andererseits stellt es ein gewisses Maß an Einheitlichkeit in der digitalen Ausstattung der Schule sicher.

In den kommenden Jahren wird die Schule, ausgehend von den drei Raumausstattungsvarianten, sukzessive weiter ausgestattet und umgebaut, um somit für die künftigen Herausforderungen der Digitalisierung in der Schule und im Berufsalltag gerüstet zu sein.

 

Originaltöne aus dem Schulalltag

Im Folgenden stellt StRin Kathrin Albrecht das digitale Raumkonzept an ihrer Schule vor:

 

Hier berichtet der stellvertretende Schulleiter StD Michael Lehmann über seine Erfahrungen bei der Umsetzung des digitalen Raumkonzepts:

Darüber hinaus schildert StRin Kathrin Albrecht die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse und das weitere Vorgehen der Schule:

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Schulkontakt

Staatliche Berufsschule Neu-Ulm
Ringstr. 1
89231 Neu-Ulm
Tel.  0731 98584-0
E-Mail: info@bsnu.de

Integration des Mediencurriculums in die didaktische Jahresplanung

Dieses Beispiel demonstriert für verschiedene Fachbereiche der Berufsschule, wie die jeweiligen Mediencurricula einfach und auf unterschiedliche Weise in die didaktische Jahresplanung (DJP) integriert werden können.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Beachtung fachbereichsspezifischer Anforderungen

Damit die Vorhaben zur Medienkompetenzförderung vom gesamten Kollegium mitgetragen und im Unterricht umgesetzt werden, sollten diese soweit als möglich den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Fachbereiche und Berufsfelder gerecht werden.

Folglich kommen die von den Fachbereichen Bautechnik, Metalltechnik und Fertigungstechnik entwickelten Jahresplanungen zu unterschiedlichen Lösungen der Integration des Mediencurriculums in ihre didaktische Jahresplanung.

Kompaktheit der Zusammenschau

Durch das Zusammenführen von Mediencurriculum und didaktischer Jahresplanung in einer Tabelle entsteht ein kompaktes Dokument, das den Lehrkräfte einen schnellen Überblick über die Unterrichtsgestaltung inklusive der zu vermittelnden Medienkompetenzen erlaubt.

Vor allem die Kompaktheit und Übersichtlichkeit wird als eine zentrale Voraussetzung dafür angesehen, dass das Mediencurriculum in den Unterrichtsalltag einfließt und „gelebt“ wird.

Fokus auf Jahrgangsstufe 10

Die Jahresplanungen der Fachbereiche Bautechnik, Metalltechnik und Fertigungstechnik sind das Ergebnis einer Klausurtagung, auf der mit der Integration der Mediencurricula in die didaktische Jahresplanung begonnen wurde.

Gemeinsamer Ausgangspunkt für die Arbeit in den Fachbereichen war die Jahrgangsstufe 10. Folglich beziehen sich alle Matrialien exemplarisch auf die Lernfelder dieser Jahrgangsstufe.

 

Originaltöne aus dem Schulalltag

Im Folgenden berichtet StD Stefan Olbert über die Vorgehensweise und Erfahrungen bei der Integration des Mediencurriculums in die didaktische Jahresplanung:

 

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Handlungs- und Medienkompetenz in der didaktischen Jahresplanung

Dieses Beispiel präsentiert für verschiedene Berufsfelder, wie durch die Differenzierung von Handlungs- und Medienkompetenzen das Mediencurriculum in die jeweilige didaktische Jahresplanung integriert werden kann.

Besonders erwähnenswert bei diesem Beispiel

Unterscheidung von Handlungs- und Medienkompetenz

Alle vier in der Sidebar verlinkten Beispiele verzahnen das Mediencurriculum mit der didaktischen Jahresplanung, wobei zwischen der Förderung von Handlungskompetenzen und Medienkompetenzen unterschieden wird.

Die zu vermittelnden Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien werden gesondert den fünf Kompetenzbereichen des Kompetenzrahmens zur Medienbildung an bayerischen Schulen zugeordnet.

Kompaktheit und Übersichtlichkeit

Alle aufgeführten Beispiele integrieren das Mediencurriculum mit Hilfe einer mehrspaltigen Tabelle in die didaktische Jahresplanung und bieten damit ein hohes Maß an Übersichtlichkeit. Dabei sind die Tabellen den Besonderheiten der einzelnen Berufsfelder strukturell angepasst.

Bei drei der hier vorgestellten didaktischen Jahrespläne werden die vier Handlungskompetenzen sowie die fünf Medienkompetenzbereiche anhand aussagekräftiger Symbole dargestellt, was die Kompaktheit und Übersichtlichkeit noch erhöht.

 

Originaltöne aus dem Schulalltag

Im Folgenden erklärt OStRin Andrea Schittko, wie das Mediencurriculum in die didaktische Jahresplanung der Industriemechaniker eingeflossen ist, worauf dabei zu achten war und welche Vorteile für den Schullalltag damit verbunden waren: