Soziale Medien an Schulen!?

Das bayerische Kultusministerium hat in einem Schreiben an alle Schulen unter Bezugnahme auf den „Leitfaden für die Beschäftigten der Bayerischen Staatsverwaltung zum Umgang mit Sozialen Medien“ (Hrsg.: IT-Beauftragter der Staatsregierung) deutlich gemacht, dass der Austausch dienstlicher Daten (z. B. Noten) über soziale Netzwerke aufgrund enger datenschutzrechtlicher Grenzen nicht geeignet ist und damit zu unterbleiben hat. Mit Blick auf die besondere Schutzbedürftigkeit der Schülerinnen und Schüler ist somit auch von einer aktiven unterrichtlichen Nutzung sozialer Netzwerke abzusehen.

Soziale Netzwerke als Thema im Unterricht

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Existenz sozialer Netzwerke im Unterricht ignoriert werden muss – im Gegenteil. Lehrkräfte sollen sehr wohl die kritische Auseinandersetzung mit sozialen Netzwerken fördern und darüber aufklären, worin die Chancen und Risiken bei der Nutzung solcher Netzwerke liegen.

Um die Lehrkräfte bei dieser Aufgabe zu unterstützen, wurden im Rahmen des Medienführerscheins Bayern spezielle Module erarbeitet: z. B. „Ich im Netz – Inhalte in sozialen Netzwerken reflektieren und bewerten“ und „Grenzenlose Kommunikation – Gefahren im Netz erkennen und vermeiden“.

 

mebis – Landesmedienzentrum Bayern

Mit der Problematisierung von Facebook und Co. geht auch keine Absage an die digitale Vernetzung im Kontext Schule einher. Vielmehr muss sie als Aufforderungen verstanden werden, auf datenschutzrechtlich sichere und den Ansprüchen schulischer Arbeit angepasste Angebote auszuweichen. Die Lernplattform von „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ ermöglicht einen sicheren und nach außen hin abgeschlossenen Bereich, in welchem Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften auf unterschiedlichste Weise kommunizieren oder auch Arbeitsergebnisse austauschen können. Lernprozesse in der digitalen Welt können von den Lehrerinnen und Lehrern mithilfe zahlreicher Werkzeuge initiiert, gesteuert und moderiert werden.