Einen Fragebogen anpassen oder selbst erstellen

Die Aktivität „Schüler-Feedback“ erlaubt es Lehrkräften, Individualfeedback von Schülern einzuholen und die Ergebnisse mit einer Selbsteinschätzung zu vergleichen. Dazu kann die Lehrkraft aus wissenschaftlich erarbeiteten Fragebogen-Vorlagen zum Thema Unterrichtsfeedback auswählen, diese – wenn gewünscht – auf die eigenen Bedürfnisse anpassen oder eigene neue Fragebögen erstellen.

Das „Schüler-Feedback“ ist damit eine Erweiterung der Aktivität „Feedback“. Sowohl die Tutorials der Feedback-Aktivität zum Bearbeiten von Fragebögen als auch zu den einzelnen Fragetypen haben auch hier Gültigkeit.

Einfügen neuer Fragen

Wenn Sie sich in der Lehrerrolle in einer Aktivität "Schüler-Feedback" befinden, können Sie über den Reiter "Elemente bearbeiten" einen Fragebogen selbst erstellen oder einen vorhandenen Fragebogen auf Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

Dazu stehen Ihnen sowohl speziell für diese Aktivität entwickelte Fragetypen zur Verfügung als auch solche Fragen, die frei gestaltet werden können, wie z. B. Multiple Choice. Weiterhin können Sie mit Hilfe von Gestaltungselementen wie Textfeldern oder Seitenumbrüchen Ihren Fragebogen individuell gestalten.

Im Gegensatz zu den aus der Aktivität "Feedback" bekannten Fragetypen ist bei den drei speziell für diese Aktivität entwickelten Fragetypen die Antwortauswahl fest vorgegeben und kann nicht bearbeitet werden. So kann zum einen schnell ein einheitlich aussehender Fragebogen erstellt werden, zum anderen ist die Auswertung bei Benutzung befragungsüblicher Elemente aussagekräftiger.

Bearbeiten und Duplizieren bestehender Fragen

Bereits bestehende Fragen können über das jeweils zugeordnete "Bearbeiten"-Menü editiert werden. Dabei können neben dem Fragetext, der auf dem Fragebogen erscheint, auch die weiteren Einstellungen wie die Ausrichtung der Antwortmöglichkeiten verändert werden.

Eine Frage kann dupliziert werden, indem die bearbeitet und als neues Element abgespeichert wird. So kannn ein Fragebogen einfach und schnell mit Fragen gleichen Typs befüllt werden. Fragen innerhalb einer Fragengruppe (s. folgende Abschnitt) erzeugen beim Duplizieren Fragen ebenfalls innerhalb dieser Gruppe.

Einzelfragen vs. Fragengruppen

Fragebögen können verschiedene Elemente beinhalten. Dabei stehen neben Gestaltungselementen auch diverse Fragetypen zur Auswahl. Diese umfassen Fragen mit festen Antwortmöglichkeiten und solche, die frei gestaltet werden können.

Im Allgemeinen werden Fragen als Einzelelemente in einen Fragebogen eingefügt. Sie können Fragen allerdings auch zu Fragengruppen zusammenfassen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass bei der Auswertung über derart als zusammengehörend definierte Fragen ein Gruppenmittelwert gebildet wird.

Fragengruppen

Um eine Fragengruppe zu erstellen, wählen Sie in der Elementauswahl den Typ "Fragengruppe". Speichern Sie die Gruppe unter einem aussagekräftigen Namen und ziehen Sie die zugehörigen Fragen hinein. Derart zusammengefasste Fragen werden in Fragebögen als Gruppe kenntlich gemacht, bei der Auswertung wird - zusätzlich zur Einzelauswertung - aus den Antworten ein Gruppenmittelwert gebildet.

Bitte beachten Sie, dass Mittelwerte nur bei Gruppen gebildet werden können, die Fragen identischen Typs enthalten und dass die Mittelwertbildung über die Antworten selbst erstellter oder veränderter Fragengruppen keinerlei wissenschaftliche Aussagekraft beinhaltet.

Kontrollfragen

Sie können Fragen als Kontrollfragen definieren. Das sind semantisch gedrehte Fragen, d. h. negativ formuliert, falls der überwiegende Teil der Fragen im Fragebogen positiv formuliert ist. Kontrollfragen werden häufig in wissenschaftliche Befragungen eingestreut, um dem Verfälschen von Ergebnissen durch eine Ja-Sage-Tendenz entgegenzuwirken.

Werden semantisch gedrehte Fragen in Gruppen integriert, würde eine reine Mittelwertbildung ein falsches Ergebnis liefern, da sich positive Aussagen auf jeweils entgegengesetzten Seiten der Antwortskala befinden. Daher werden die Antwortwerte von Kontrollfragen bei der Mittelwertberechnung invertiert, damit postive oder negative Tendenzen korrekt dargestellt werden.