Notwendigkeit

Seit Schuljahr 2012/13 ist gemäß Art. 25 Abs. 2 Satz 1 des Bayerischen Datenschutzgesetzes (BayDSG) durch die Schulleitung an den staatlichen Realschulen und Gymnasien ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen. Im Grund-, Mittel- und Förderschulbereich wird je Schulamtsbezirk eine Lehrkraft aus dem Schulamtsbezirk durch die fachliche Leitung des Schulamtes zum Datenschutzbeauftragten für die Grund-, Mittel- und Förderschulen im Schulamtsbezirk bestellt.

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Fortbildung

Die Aus- bzw. Fortbildung der schulischen Datenschutzbeauftragten wird durch die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen koordiniert.

Die Fortbildung zum Datenschutzbeauftragten ist zweigeteilt. Es gibt einen Onlinekurs und einen Präsenztag. Für beide Veranstaltungen muss man sich über FIBS anmelden. Den Präsenztag besuchen Lehrkräfte, die z.B. von ihrer Schulleitung zum Datenschutzbeauftragten ernannt sind. Der Onlinekurs steht jeder Lehrkraft frei und bietet hervorragende, praxisorientierte Beispiele zu schulischen Datenschutzfragen.

Aufgaben

Im BayDSG sind ausdrücklich folgende Aufgaben geregelt:

  • Durchführung datenschutzrechtlicher Freigabeverfahren
  • Führen des Verfahrensverzeichnisses
    Das Verfahrensverzeichnis ist eine Zusammenfassung der Verfahrensbeschreibungen, die der Datenschutzbeauftragte im Rahmen der datenschutzrechtlichen Freigabeverfahren der Schule erhält – auch für die Schulen einschlägige landesweite Freigaben sind zeitnah in das Verzeichnis aufzunehmen.
  • Beratung der Beschäftigten der Schule

Als weitere Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten kommen in Frage:

  • Kontrolle der Einhaltung der Datenschutzvorschriften
  • Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Datenverarbeitungsprogramme, mit denen personenbezogene Daten verarbeitet werden
  • Überprüfung eventuell bestehender Auftragsdatenverarbeitungen mit Blick auf den Datenschutz

Der Datenschutzbeauftragte ist in dieser Eigenschaft unmittelbar der Schulleitung unterstellt. Er ist in seiner Eigenschaft als Datenschutzbeauftragter weisungsfrei und darf wegen der Erfüllung seiner Aufgaben nicht benachteiligt werden.