„Momo-Challenge“ – Cybermobbing?

In verschiedenen Medienberichten wird auf die Mitteilungen der fiktiven Person „Momo“ hingewiesen. Bei der sogenannten „Momo-Challenge“ soll es sich um eine Form des Cybermobbing handeln, die besonders Kinder und Jugendliche im Visier hat.

Bereits in der Vergangenheit waren Nutzerinnen und Nutzer sozialer Netzwerke oder Messenger dazu aufgefordert worden, einen Kettenbrief weiterzuleiten, oft in Kombination mit dem Foto einer Horrorfigur. Neueren Medienberichten zufolge soll der angebliche Absender, ein vermeintlicher „Geist“ eines Mädchens, auch Einzelpersonen direkt kontaktiert und zu „Mutproben“ aufgefordert haben. Ob es sich dabei um tatsächliche Vorkommnisse oder um gezielt verbreitete Falschmeldungen („Hoax“) handelt, ist derzeit nicht mit Sicherheit festzustellen. Allgemein ist zu empfehlen, Kettenbriefe nicht weiter zu verbreiten sowie Anhänge oder Links aus Nachrichten von Unbekannten nicht zu öffnen.

Durch Aufforderung zu negativen Handlungen und Drohungen bei Nichtbeachtung können sich Kinder und Jugendliche psychisch unter Druck gesetzt fühlen. Daher geben wir allgemein folgende Handlungsempfehlungen:

Kinder und Jugendliche sollten…

  • ungewöhnliche Nachrichten mit Eltern oder Pädagoginnen und Pädagogen besprechen.
  • ihre persönlichen Daten für sich behalten.
  • nur auf bekannte Rufnummern und Kontakte reagieren, ihnen unbekannte ggf. blockieren.

Hilfestellungen zum Thema Cybermobbing bieten in Bayern:

  • Beratungslehrkräfte und Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an den Schulen
  • die staatliche Schulberatung
  • die medienpädagogisch-informationstechnische Beraterinnen und Berater (MIBs)

Pädagogische Beiträge und konkrete Unterrichtsmaterialien zum Thema Cybermobbing finden Sie im mebis Infoportal. Materialien der Medienkonzept-Initiative sind über den Medienkompetenz-Navigator zu finden, im Bereich „5. Analysieren und Reflektieren“. Dort sind ebenfalls Unterrichtsmaterialien sowie Querbezüge zum LehrplanPLUS enthalten.

  • Stand
  • 15. März 2019