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Die Weiterentwicklung von mebis

Im April 2020 hat das mebis-Team Sie über die Erweiterungen der Ressourcen von mebis informiert. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einen aktuellen Stand über die Entwicklungen der Angebote von mebis geben und häufig gestellte Fragen beantworten.

 Ergänzung der Angebote
Aktuelle Entwicklungen rund um mebis

 Häufig gestellte Fragen
Beständigkeit, Sicherheit, Stabilität und Usability von mebis

 Ergänzung der Angebote

Um die Performanz von mebis bei hoher Auslastung weiter zu erhöhen, wurde in den Herbstferien ein größeres technisches Update durchgeführt. Dabei ging es insbesondere um eine Umstrukturierung der Server.

Durch die Erweiterung der mebis Mediathek um den Bereich  mebis Tube haben Lehrkräfte die Möglichkeit, auf Erklärvideos anderer bayerischer Lehrkräften zuzugreifen. Die Videos sind somit auch für den eigenen Unterricht einsetzbar, etwa durch Integration in einen Kursraum der mebis Lernplattform. Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Support-Bereich des mebis Infoportals.

Demnächst steht über mebis Kurzlinks allen Lehrkräften die Möglichkeit zur Verfügung, kurze Links der Art mebis.link/1234 für alle Seiten auf mebis und für externe Webseiten erzeugen zu lassen. Zusätzlich können QR-Codes generiert und die eigenen Kurzlinks verwaltet und gepflegt werden.

 Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend haben wir für Sie Fragen beantwortet, die im Zusammenhang mit mebis häufig gestellt werden:

Wie wirksam sind die Systemoptimierungen?

Die Erfahrung mit den Ressourcenerweiterungen und technischen Optimierungen im Frühjahr 2020 zeigen, dass mebis auch unter hoher Last stabil läuft.

Unstrittig ist, dass das System in der Anfangsphase der überraschenden Schulschließungen im März 2020 zeitweise überlastet war. Zu dieser Zeit mussten die Verbesserungen noch schrittweise implementiert werden.

Die höchsten Ladezeiten waren zur Zeit der allgemeinen Schulschließungen im Frühjahr meist Montag- und Dienstagvormittag zu verzeichnen. Seit Mai steht die Lernplattform auch bei einer weiterhin hohen Last de facto unterbrechungsfrei zur Verfügung – abgesehen von geplanten Wartungsfenstern.

Warum ist mebis so schwer zu bedienen?

Die mebis Lernplattform ist ein komplexes System, das viele Einstellungsmöglichkeiten besitzt. Um diese abzubilden, ist auch eine komplexere Benutzeroberfläche für die Lehrkräfte notwendig. Weiterhin führt eine Stärke des Moodle-Systems – seine Modularität, durch die es möglich ist, eine Vielzahl an unterschiedlichen Aktivitätstypen zur Verfügung zu stellen und Einsatzszenarien abzudecken – zu einer manchmal umständlicheren Bedienung. Für diejenigen Lehrkräfte, die nur eine ausgewählte Zahl an Aktivitäten nutzen und keine komplexen Einstellungen vornehmen möchten, ist der Einstieg in mebis über Beiträge im mebis Infoportal Schritt für Schritt erklärt. Zugleich wurde die Benutzerfreundlichkeit durch das Update in den Sommerferien verbessert. Dazu wurden User-Tests durchgeführt und gezielt in der Weiterentwicklung berücksichtigt. Über „User-Tours“ lernen die Nutzerinnen und Nutzer alle wesentlichen Bereiche und Buttons kennen.

Uns ist bewusst, dass dies für mebis-Unerfahrene zunächst abschreckend wirken kann. Deshalb wird ein breites Angebot unterschiedlicher Unterstützungsformate angeboten, etwa in Form von regionalen Lehrerfortbildungen, als bayernweite Präsenzveranstaltungen an der ALP Dillingen, über Online-Seminare oder Online-Selbstlernkurse. Schulinterne Lehrerfortbildungen ergänzen an vielen Schulen das Angebot. Vor Ort dienen die mebis-Koordinatoren als direkte Ansprechpartner. Bei Fragen stehen Ihnen zudem das Support-Angebot auf mebis mit Anleitungen und didaktischen Hinweisen unter support.mebis.bayern.de sowie der persönliche Support per E-Mail oder Telefon zur Verfügung.

Die Entscheidung für ein Open Source-Produkt bringt Vor- und Nachteile mit sich. Ein Nachteil ist sicherlich, dass es aufgrund der Vielzahl an Entwickler ein nicht immer konsequent eingehaltenes Bedienkonzept gibt. Bei der Entwicklung kommerzieller Produkte kann hier stärker gesteuert werden. Der Vorteil ist hingegen, dass Open Source-Systeme einfacher angepasst werden können als Produkte „von der Stange“. Zudem stehen solche Systeme langfristig zur Verfügung. Lehrkräfte können ihre erstellten Kurse somit beibehalten. Ihre investierte Arbeit und Zeit geht nicht verloren, wie das bei einem Systemwechsel unter Umständen der Fall wäre.

Warum setzt Bayern auf Moodle?

Die Entwicklung des Lernmanagementsystems (LMS) Moodle begann vor etwa zwei Jahrzehnten in Australien als Open Source-Software. Ursprünglich für das Fernstudium gedacht, wird Moodle heute auch in Blended-Learning-Szenarien an Schulen und Universitäten auf der ganzen Welt eingesetzt. In Bayern kommt Moodle neben mebis etwa auch an bayerischen Hochschulen zum Einsatz. Der Quelltext von Moodle ist offen zugänglich und kann von jedermann genutzt und verändert werden. Die Anwendung wird von einem professionellem Kernteam und einer stetig wachsenden weltweiten Community aktiv weiterentwickelt, wovon auch die mebis Lernplattform profitiert. Wie bereits in der Antwort zur vorhergehenden Frage ausgeführt, erlaubt ein Open Source-System eine einfachere Anpassung als ein Produkt „von der Stange“.

Vorteile von Moodle sind etwa die Möglichkeit der Steuerung von Sichtbarkeiten und Rechten über verschiedene Rollen und Kursbereiche, die Verwaltung der Nutzerdaten durch die Schulen selbst, eine Vielzahl an Werkzeugen und Einstellungsoptionen und zugleich die Möglichkeit, externe Tools einzubinden. Zudem können von den Lernenden bearbeitete Aufgaben automatisiert ausgewertet werden und es bestehen vielfältige Feedbackmöglichkeiten – automatisiert, direkt durch die Lehrkraft oder durch die Mitschülerinnen und Mitschüler. Durch das zentrale Angebot für alle bayerischen Schulen wird ein Standard ermöglicht, durch den Lehrkräfte sich nicht an jeder Schule in ein neues System einarbeiten müssen und durch das sie schulübergreifend zusammenarbeiten oder über eine Kurs-Tauschbörse ihre Kurse miteinander teilen können.

Sollte mebis um eine Kommunikationsplattform ergänzt werden?

Es obliegt der Entscheidung jeder einzelnen Schule, ob eine Lernplattform wie die von mebis angebotene, eine Kommunikationsplattform mit Cloudanbindung oder eine Kombination aus beiden Systemen eingesetzt werden soll. Grundlegend für die Entscheidung ist die Art der Nutzung, d.h. das didaktische Einsatzszenario.

Beide Systeme – Kommunikationsplattformen und Lernplattformen – haben deutliche Stärken, die vom jeweils anderen System nicht oder nur unzureichend abgebildet werden können. So besteht über Kommunikationsplattformen etwa die Möglichkeit, Videokonferenzen durchzuführen und synchron – also in Echtzeit – gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Moodle-basierte Lernplattformen, wie die von mebis, bieten hingegen die Möglichkeit, ganze Kursräume zu gestalten, diese mit einem breiten Repertoire an Aktivitäten und Materialien zu füllen und durch eine Vielzahl an Einstellungen zu ergänzen (z.B. bedingte Verfügbarkeit, strukturiertes Peer-Feedback, Selbstlernprozesse u.v.m.). Beide Systeme können auch Teile des anderen Systems mit abbilden, dessen volle Funktionalität jedoch nicht ersetzen.

Wie sicher ist mebis?

mebis ist das rechtssichere Angebot für den Unterricht an bayerischen Schulen. Das mebis-Team und seine IT-Dienstleister arbeiten stetig daran, dass die Systeme vor potentiellen Zugriffs- oder Manipulationsversuchen durch Unberechtigte geschützt sind. Dazu sind immer wieder Anpassungen nötig. Mit der Neueinführung von Teilsystemen oder wesentlichen Änderungen daran werden von unabhängigen Dienstleistern Penetrationstests durchgeführt und gemeldete Schwachstellen behoben.

Zu Beginn der allgemeinen Schulschließungen im März 2020 wurde dem IT-Dienstleistungszentrum Bayern, dem Hoster von mebis, durch seinen Netzbetreiber Vodafone ein DDoS-Angriff auf mebis gemeldet, weshalb sowohl vom Rechenzentrum selbst als auch vom mebis-Team Maßnahmen ergriffen wurden, um die Anwendungen wieder erreichbar zu machen. Bei einem DDoS-Angriff werden automatisiert eine extrem große Zahl an Anfragen an einen Server gestellt, mit dem Ziel, diesen zu überlasten und für echte User unbenutzbar zu machen. Auch wenn in mehreren Presseberichten davon die Rede war, dass mebis „gehackt“ worden sei, traf dies nicht zu. Ein Zugriff von Unbefugten auf die Systeme von mebis fand nicht statt.

  • Veröffentlichung
  • 1. Dezember 2020
  • Letzte Änderung
  • 6. August 2021
  • Empfohlene Zitierweise
  • mebis-Redaktion (2020), Die Weiterentwicklung von mebis, in: mebis – Landesmedienzentrum Bayern, URL: <https://www.mebis.bayern.de/p/48718> (6. August 2021).
  • Lizenzangaben
  • Beitragsbild: © istock.com / Jane Kelly (bearbeitet)