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P2P | Material & Unterstützung

Aktuelle Materialien und allgemeine, regionale bzw. lokale Unterstützungsangebote sind weitere elementare Bausteine für ein gewinnbringendes Peer-to-Peer-Projekt. Damit nicht jede Lehrkraft erneut auf die Suche gehen muss, ist hier eine große Auswahl zu finden.

Allgemeine Hinweise zu den Materialien

Die folgenden Materialien haben sich bereits in vielen Peer-to-Peer-Projekten an bayerischen Schulen bewährt. Sie sind in der Regel frei zugänglich, direkt einsetzbar, aber auch individuell anpassbar. Achten Sie dabei auf die Einhaltung entsprechender Lizenzen und des Urheberrechtes.

Ein Großteil der hier vorgestellten Materialien wird regelmäßig angepasst, so dass sie den aktuellen medienpädagogischen Anforderungen genügen.

Die Übersicht versteht sich als Orientierungshilfe und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

  Material

  Unterstützungsangebote

  Externe Referenten

  Unterstützung regional und lokal

P2P leben von vielfältigen Materialien. Videos, Arbeitsblättern usw. die in Kleingruppen verwendet werden.

Hinweis

Die Prüfung, ob das angebotene Material für die jeweilige Schülergruppe geeignet ist, obliegt der einzelnen Lehrkraft.

Material

Hier finden sich Links zu laufenden P2P-Projekten mit direkt verwendbaren Materialien und Konzepten.

Netzgänger Bayern

Das Peer-Teaching-Konzept Netzgänger existiert seit 2009 und hat seitdem einige Entwicklungen durchlaufen. Mittlerweile liegt es in den Händen einer wachsenden Gruppe von Lehrkräften, die das Material jährlich redaktionell überarbeiten und regionale bzw. lokale Netzgänger-Tage zur Ausbildung der Medientutorinnen und Medientutoren abhalten.
Das Material für die folgenden vier zentralen Module kann verwendet, angepasst und weiterentwickelt werden:

Mein Digitales Ich! | Verzockt? | Resp@kt! | Bist du sicher?

Das Ziel ist die Etablierung der Netzgänger an der Schule im Sinne einer doppelten Nachhaltigkeit. Doppelte Nachhaltigkeit bedeutet…

  1. … dass die Schule einen eigenen Netzgänger-Kreislauf etabliert, denn aus ehemaligen Tutees werden nach wenigen Jahren Medientutorinnen und Medientutoren.
  2. …dass jede Schule als Bestandteil des Netzgänger-Kosmos ihre Präventionsarbeit im Medienbereich in einen größeren Kontext stellt. Innerhalb des Netzwerks profitiert die einzelne Schule von Fortbildungen, Material- und Erfahrungsaustausch.
Medientutoren Bayern

Vom Schuljahr 2017/2018 bis 2018/2019 wurden modellhafte Medientutoren-AGs an sechs Schulen in Bayern (Mittel-, Realschule und Gymnasium) durchgeführt. Beteiligt waren Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe. Ein Schwerpunkt in der Umsetzung lag neben dem Peer-to-Peer-Ansatz auf der aktiven Medienarbeit.

Ziel von Medientutorinnen und Medientutoren ist es, das eigene Medienhandeln kritisch zu hinterfragen und andere zur Reflexion ihres Handelns anzuregen. Sie setzen sich intensiv mit Medienthemen auseinander und hinterfragen diese. Dazu gehört z. B. die eigene Mediennutzung, der Umgang mit Konflikten im Netz oder auch die Auseinandersetzung mit der Technik an der eigenen Schule.

Medientutorinnen und Medientutoren geben ihr Wissen an Gleichaltrige weiter und beraten diese mithilfe von Medienprodukten wie z. B. Erklärvideos, Comics, Fotokampagnen, Audiobeiträgen etc. Außerdem unterstützen sie Lehrkräfte bei technischen Fragen.

Im Rahmen des Projekts ist eine Arbeitshilfe zur Unterstützung bei der Umsetzung von Medientutoren an der eigenen Schule entstanden. Die Arbeitshilfe beinhaltet, neben der Einführung in das Material und das Konzept Medientutoren, die Module Online-Mobbing und Technik in der Schule sowie eine Eltern- und Schülerinformation mit Einwilligungserklärung zur Arbeit mit Medien an der Schule.

Darüber hinaus bietet die folgende Website Einblicke in die Arbeit der Schülerinnen und Schüler sowie Anregungen zur Umsetzung und Impulse für das Schulleben.

 

Laufende Projekte

Bei den folgenden Projekten bzw. unter den Links sind nur indirekt Materialien zu finden.  Um auf alle Materialien zugreifen zu können ist eine Registrierung erforderlich. Zusatzkosten können für Referentinnen und Referenten, Fahrten oder Materialien entstehen.

Studio im Netz – Medienscouts

Das „SIN – Studio im Netz“ ist eine seit 1996 agierende medienpädagogische Facheinrichtung. Es konzentriert den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf den Bereich „Kinder, Jugendliche und digitale Medien“. Das SIN ist als gemeinnützige Einrichtung und als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. und ist seit Herbst 2013 an der Ausbildung diverser Medienscout-Gruppen beteiligt.

Medienscouts e. V.

„Kompetent, mit Freude und Faszination, aber gleichzeitig gesund, sicher und werteorientiert mit Medien umzugehen, ist das eigentliche Ziel des Medienscout e. V.“. Durch Fachleute des Vereins werden Schülerinnen und Schüler ausgebildet, um in der Schule einen Beitrag zur Medienkompetenz unter Gleichaltrigen zu leisten.

Digitale Helden

Via digitaler Online-Kurse, aber auch auf Präsenz-veranstaltungen, lernen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler alles, was sie benötigen, um das Mentorenprogramm der Digitalen Helden an einer Schule zu implementieren. Das Programm fokussiert sich dabei auf die Themen Prävention von Cybermobbing, Datenschutz, Kommunikation und bewusster Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 870 € pro Jahr. Träger des Projekts ist die „Digitale Helden gGmbH“. Eine Broschüre zum Thema „Schüler*innen und Lehrkräfte gemeinsam gegen Cybermobbing“ mit weiteren Informationen zum Projekt findet sich in der Sidebar.

Medienhelden

Das Programm „Medienhelden“ hat die Prävention von Cybermobbing und Förderung von Internet- und Medienkompetenz in der Schule zum Ziel. Entwickelt und begleitet wird es von der Freien Universität Berlin. Es enthält u. a. ein Fortbildungskonzept für Lehrkräfte.

Net-Piloten

Das Projekt „Net-Piloten“ für Schulen umfasst konkrete Angebote zur Auseinandersetzung mit neuen Medien für die beiden Zielgruppen (die Net-Piloten sowie Schülerinnen und Schüler). Die Angebote sind so konzipiert, dass Jugendliche selbst aktiv werden können, um sich eigenverantwortlich den Gefahren der virtuellen Welt zu stellen. Unterstützt wird das Projekt von der BZgA.

Netzgänger 3.0

Beim Projekt „Netzgänger 3.0“ lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man sich smart im Netz verhält und wie man sich vor digitalen Angriffen schützen kann.

Dazu werden ältere Schülerinnen und Schüler zu Medientutorinnen und Medientutoren (sogenannten „Peers“) ausgebildet, die den jüngeren Schülerinnen und Schülern Inhalte zu den Themen Cybermobbing, Virtuelle Spielewelten, Soziale Netzwerke und Smart im Netz vermitteln. Gearbeitet wird dabei vor allem in Workshops.

 

Die folgenden medienpädagogischen Peer-to-PeerProjekte anderer Bundesländer sind in der Regel den Schulen des jeweiligen Bundeslandes vorbehalten, können jedoch hilfreiche Anregungen liefern.

 

Medienscouts Nordrhein-Westfalen

Das Projekt „Medienscouts NRW“ unterstützt Schulen dabei, präventiv Probleme wie Cybermobbing, Sexting, Datenmissbrauch und exzessive Mediennutzung im schulischen Alltag aufzugreifen und zu bearbeiten. Wesentlich für den Erfolg des Projektes ist, dass Jugendliche als Medienscouts Schülerinnen und Schüler bei ihrer Mediennutzung beraten und ihnen die Fragen beantworten, die sich ihnen rund um die Themen Smartphone-Nutzung, Soziale Netzwerke, Internet & Co. stellen. Zugleich sorgen die Medienscouts an den Schulen für

  • eine Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe,
  • eine neue Form des Lehrens und Lernens,
  • eine jugendgerechte Vermittlung von Medienkompetenz,
  • Beratungsangebote, die sich an den Problemen und Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren sowie
  • das Ausloten eigener Grenzen.
MedienScouts Hamburg

Die „MedienScouts Hamburg“ arbeiten in erster Linie präventiv in den Bereichen: Verhalten im Netz und sozialen Netzwerken, reflektierter Umgang mit dem Smartphone, problematischer Medienkonsum, Datenschutz und Datensicherheit sowie Cybermobbing.
Die Begleitlehrkräfte durchlaufen dabei ein modulares Fortbildungsystem, sind in erster Linie Ansprechpartner und stehen den Medienscouts beratend und entlastend bei Problemfällen zur Seite.

Medienscouts Mecklenburg-Vorpommern

Im Peer-to-Peer-Projekt „Medienscouts MV“ werden die Schülerinnen und Schüler an einem Medienscout-Wochenende in den Themenbereichen Cybercrime, Freiheit im Netz, Cybermobbing sowie Computerspiele ausgebildet. Dieses Wissen geben die Jugendlichen dann an ihre Freunde und Mitschülerinnen und Mitschüler weiter.

Medienscouts Niedersachsen

Die Ausbildung von Medienscouts an niedersächsischen Schulen ist zentrales Ziel dieses medienpädagogischen Projekts, welche das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Landesinitiative durchführen.

Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe werden qualifiziert, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei der reflektierten Nutzung des Internets zu beraten. Die angehenden Medienscouts erfahren, welche Risikobereiche zurzeit relevant sind. Dazu gehören u. a. Verletzung des Urheberrechts, Cybermobbing, Umgang mit persönlichen Daten, Kommunikation im Netz sowie Onlinespiele. Die Medienscouts lernen, wie und wo sie gesicherte Informationen zu diesen Themen erhalten und wie sie sich selbst auf einem aktuellen Wissensstand halten.

Medienscouts Rheinland-Pfalz

Das Projekt „Medienscouts.rlp“ von jugendschutz.net, der zentralen Kontrollstelle der Länder für den Jugendschutz im Internet, wurde im Rahmen des 10-Punkte-Programms am 01. Mai 2008 gestartet. Dabei wurden an acht beteiligten Pilotschulen an jeweils 2 Projekttagen ca. 150 Schülerinnen und Schüler zur Medienscouts ausgebildet.

In Zusammenarbeit mit jugendschutz.net und dem Medienkompetenznetzwerk (MKN) Koblenz wurde das Projekt „Medienscouts.rlp“ im Jahr 2009 an 10 weiteren Pilotschulen durchgeführt.

Seither liegt das Projekt in den den Händen des Landesprogrammes und den kooperierenden Partnern. Es wird im Dialog mit den Schulen und externen Ausbildungsteams weiterentwickelt.

SMEP – Landesmedienzentrale Baden-Württemberg – Mentorenprogramm

Im Rahmen des „Schüler-Medienmentoren-Programms (SMEP)“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg bilden erfahrene medienpädagogische Referentinnen und Referenten Schülerinnen und Schüler an Schulen in Baden-Württemberg zu Peer-Tutoren aus, die ihr Wissen dann an der Schule weitergeben. Themenschwerpunkte des Projektes sind der kompetente und verantwortungsvolle Umgang mit Medien, dem Internet und sozialen Netzwerken.

Unterstützungsangebote

Die folgenden allgemeinen Unterstützungsangebote können als Erweiterung der Peer-to-Peer-Projekte angesehen werden oder als Bereicherung in den verschiedenen Phasen der Umsetzung Verwendung finden.

Material | Information | Ansprechpartner | Referent

Stiftung Medienpädagogik Bayern

Die Stiftung Medienpädagogik Bayern verfolgt den gemeinnützigen Zweck, sich für die Förderung der Medienkompetenz in Bayern zu engagieren. Sie möchte Kindern und Jugendlichen, aber auch Eltern und Pädagogen bei der Orientierung in der unübersichtlichen Medienlandschaft helfen und eine kompetente Mediennutzung im Sinne eines präventiven Jugendmedienschutzes fördern.

Medienführerschein Bayern

Das Ziel des Medienführerscheins Bayerns ist die Stärkung von Medienkompetenz in allen Altersgruppen. Er bietet kostenlose Materialien mit Anregungen für die pädagogische Praxis, u. a. Video-Clips, die auch in der mebis Mediathek zu finden sind.

Jugendmedienschutz – Hessen

Hier findet sich eine Materialsammlung hessischer Schulen zu Peer-to-Peer-Projekten. Die Grundlage bilden die Projekte „Medienscouts“ und „Digitale Helden“.

klicksafe

Seit 2004 setzt klicksafe in Deutschland den Auftrag der EU-Kommission um, Nutzerinnen und Nutzern den kompetenten und kritischen Umgang mit dem Internet und neuen Medien zu vermitteln. klicksafe ist eine der Anlaufstellen für Materialien und Informationen rund um das Thema „neue Medien“. Es ist ein gemeinsames Projekt der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien NRW.

handysektor

handysektor ist eine unabhängige Anlaufstelle für den digitalen Alltag – mit vielen Tipps, Informationen und auch kreativen Ideen rund um Smartphones, Tablets und Apps. Die Seite ist ein Angebot der Landesanstalt für Kommunikation (LFK Baden-Württemberg).

mobilsicher.de

Hier finden sich Informationen rund um die Themen Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit bei Mobilgeräten. Die Redaktion erklärt Einstellungen, gibt App-Tipps und recherchiert Hintergründe.

#NichtEgal

Alle können ihren Teil dazu beitragen, einen respektvollen Umgang zu pflegen und eine positive digitale Kommunikationskultur auch aktiv zu leben. Bei #NichtEgal findet ein aktiver Austausch statt, wie das konkret geht.

Medienscouts rund um Würzburg

In diesem Wiki wird das Medienscouts-Projekt mit seiner lokalen Vernetzungsstruktur im Raum Würzburg vorgestellt.

JUUUPORT

Bei JUUUPORT helfen ehrenamtliche Jugendliche anderen Jugendlichen vertraulich und kostenlos bei Problemen im Web.

Datenschutz geht zur Schule

Die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. sensibilisiert Schülerinnen und Schüler bundesweit für den sicheren und bewussten Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien.

© istock.com/cifotart

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Unterstützung in mebis

Externe Referenten

Externe Referentinnen und Referenten haben sich im Zusammenhang mit Peer-to-Peer-Projekten bewährt und können in verschiedenen Bereichen der Projekte mit eingebunden werden. Diese Angebote sind oft mit Kosten verbunden.

Über die Beratung digitale Bildung können Sie sich über geeignete Referentinnen und Referenten für Ihr individuelles Projekt informieren. Zudem finden Sie potenzielle Expertinnen und Experten in der Datenbank des Medienpädagogischen Referentennetzwerks Bayern.

© istock.com/kasto80

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Unterstützung regional und lokal

Auf regionaler Ebene sind die medienpädagogischen Beraterinnen und Berater digitale Bildung (mBdB), die mit dieser Bezeichnung seit dem Schuljahr 2019/20 für alle Regierungsbezirke und alle Schularten eingerichtet wurden, wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Diese haben einen Überblick, welche Projekte in den Regionen laufen.

Lokale Anlaufstellen, die häufig Projekte unterstützen (beispielsweise bei der Ausbildung der Medientutorinnen und -tutoren):

  • Polizei vor Ort
  • Rechtsanwaltskanzleien vor Ort
  • Medienpädagoginnen und Medienpädagogen
  • Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
  • Stadtbibliothek
  • Jugendamt vor Ort
  • Elternbeirat
  • Vereine
  • kommunales Medienzentrum

Beratung digitale Bildung

 

Tipp

Besonders bereichernd ist bei P2P-Projekten stets die aktive Medienarbeit und die Vernetzung mit lokalen, externen Partnern.
  • Veröffentlichung
  • 20. April 2021
  • Letzte Änderung
  • 20. April 2021
  • Empfohlene Zitierweise
  • mebis-Redaktion (2021), P2P | Material & Unterstützung, in: mebis – Landesmedienzentrum Bayern, URL: <https://www.mebis.bayern.de/p/47337> (20. April 2021).