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Umgang mit extremistischen Inhalten in Messengern

Handlungsleitfaden für Lehrkräfte zu Gruppenchats

Schülerinnen und Schüler benutzen auf ihrem Smartphone u. a. den Messenger-Dienst WhatsApp, um Textnachrichten, Bild-, Video- oder Tondateien in Klassen- bzw. Schulchats auszu­tauschen. Oft wird dabei nicht bedacht, dass das Zugänglich­­machen, Verwenden und Verbreiten national­sozialistischer, antisemitischer, rassistischer, gewaltver­herrlichender oder menschenver­achtender Inhalte eine Straftat darstellen kann. Einschlägig ist hier u.a. der § 86a Strafgesetzbuch, der das öffentliche Verwenden national­sozialistischer Symbole wie das Hakenkreuz oder die Sigrune unter Strafe stellt. Auch die §§ 90a StGB (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole) und 130 StGB (Volksverhetzung) drohen mit Strafe.

Häufig werden vermeintlich humoristische oder satirische Beiträge verbreitet bzw. geteilt, die menschenver­achtende und demokratie­feindliche Abbildungen oder Parolen als Scherz erscheinen lassen. Auch wenn diese nicht generell eine Straftat darstellen, besteht Handlungsbedarf.

Richterhammer und Ordner zu Extremismus

Handlungsleitfaden

Der Handlungsleitfaden des Staats­ministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK) und der Bayerischen Informations­stelle gegen Extremismus, dem Bayerischen Landes­kriminalamt und der General­staats­anwaltschaft gibt eine praktische Hilfe­stellung im Umgang mit extremistischen Inhalten in Klassen- und Gruppenchats.

  • Veröffentlichung
  • 10. Februar 2020
  • Letzte Änderung
  • 10. August 2021
  • Empfohlene Zitierweise
  • mebis-Redaktion (2020), Umgang mit extremistischen Inhalten in Messengern, in: mebis – Landesmedienzentrum Bayern, URL: <https://www.mebis.bayern.de/p/44547> (10. August 2021).
  • Lizenzangaben
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