Lehren und Lernen in Notebook-Klassen

In diesem Beitrag werden die Materialien und Ergebnisse des ALP/ISB Arbeitskreises „Lehren und Lernen in Notebook-Klassen“ aus dem Jahre 2009 zusammengefasst.

Bereits seit Mitte der 90er Jahre wird gefordert, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, digitale Medien sachgerecht, selbstbestimmt und sozial verantwortlich zu nutzen. Eine effektive Möglichkeit, diesen Forderungen gerecht zu werden, ist das Lehren und Lernen in Notebook-Klassen.

Welches Potenzial Notebooks bieten und unter welchen Rahmenbedingungen mit ihnen erfolgreich in der Schule gearbeitet werden kann, macht der folgende wissenschaftliche Überblick deutlich. Zudem wird der Frage nach der Wirkung des Einsatzes von Notebooks auf das Lernen, den Unterricht und die Schule, kurz der Frage nach dem Mehrwert, nachgegangen.
Eine FAQ-Liste, die Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Thematik bietet, soll weiterhin helfen, den Auf- und Ausbau von Notebook-Klassen an einer Schule zu begründen, vorzubereiten und zu begleiten.

Projektmanagement

Ein Notebook-Projekt ohne Ziele und ein Mindestmaß an Organisation zu starten und durchzuführen, erschwert dessen Ablauf und zehrt am Erfolg. Aus diesem Grund ist ein Mindestmaß an vorausschauender Planung notwendig.

Im Erfahrungsbericht “Projektmanagement” wird erläutert, welche Schritte Schulen auf dem Weg zur Etablierung von Notebook-Klassen gehen sollten. Dabei werden unter anderem Informationen und bereits bestehende Erfahrungen zur Zielerklärung des Notebook-Projekts, der Teambildung und der Abschätzung von Risiken vermittelt. Die beispielhaft beigefügten Konzepte, Berichte, Leitfäden, Materialien und Informationen dienen als Orientierungshilfen und Vorlagen für den Auf- und Ausbau von Notebook-Klassen.

Nutzungsvereinbarungen

Die Integration mobiler digitaler Geräte erweitert nicht nur die Möglichkeiten, den Lernprozess vielfältig zu gestalten, sondern bedingt auch, die Rechte und Pflichten der Schülerinnen und Schüler bei der Nutzung der Geräte sorgfältig zu planen.

Schulen benötigen ein Konzept für die Notebook-Klassen, das in Abstimmung mit den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern klärt, welche Rechte und Pflichten sie haben. Dazu eignen sich Nutzungsvereinbarungen. Welche Kompromisse sich zwischen völliger Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler und einer Reglementierung der Notebook-Nutzung durch die Schule bewährt haben, macht der Erfahrungsbericht “Schülerverantwortung” deutlich.

Finanzielle Aufwendungen

Die Einrichtung einer Notebook- oder Netbook-Klasse bedingt finanzielle Investitionen. Im Vorfeld muss daher geklärt werden, wie groß der Investitionsbedarf ist und wer diese Kosten übernimmt.

Das Dokument führt die unterschiedlichen Kostenfelder auf und stellt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten vor.
Folgende Probleme werden angesprochen:

  • Wie werden die Schüler-Notebooks/Netbooks finanziert?
  • Wie wird die Infrastruktur in der Schule finanziert?
  • Welche Softwarelizenzen werden angeschafft?
  • Welche Versicherungen sind für Notebooks/Netbooks notwendig?

Technische Rahmenbedingungen

Bei der Einrichtung von Notebook- oder Netbook-Klassen ergeben sich mehrere technische Fragen, die im Vorfeld bedacht und gelöst werden müssen.

Der folgende Erfahrungsbericht versucht diese technischen Problempunkte zu benennen und bietet Lösungsmöglichkeiten an.
Unter anderem wird angesprochen:

  • Wie muss der Klassenraum verändert werden?
  • Wie soll der Internetzugang ermöglicht werden?
  • Wie erfolgt der Datenaustausch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern?
  • Wie kann Zusammenarbeit sowohl in der Schule wie auch zu Hause gewährleistet werden?

Bewertungen von Schülerleistungen

Die angebotenen Ausführungen und Beispiele geben Hinweise, wie in Notebook-Klassen Schülerleistungen bewertet und beurteilt werden können. Durch Notebook-Klassen verändert sich der Unterricht: Freie Unterrichtsformen und Teamarbeit sowie fächerübergreifende Arbeiten werden verstärkt; die Rolle des Lehrers ändert sich. Diesem Sachverhalt muss auch die Bewertung gerecht werden.

Förderung der Medien- und Methodenkompetenz

IT- und Medienkompetenz wird inzwischen neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik bezeichnet. Nachfolgend aufgeführte Ansätze und Beispiele dienen dazu, die Ausformung von Medien- und Methodenkompetenzen zu unterstützen. Für den nachhaltigen und fortlaufenden Aufbau von Medien- und Methodenkompetenzen empfiehlt es sich, gerade in Notebook-Klassen ein schuleigenes Medien- und Methodencurriculum zu etablieren.

Wie dieses konzeptionell aussehen kann und wie sich die Umsetzung im Fachunterricht gestaltet, zeigen nachfolgende Materialien. Zudem ermöglichen Tutoren-Konzepte, dass Schülerinnen und Schüler aus Notebook-Klassen neue Rollen erproben und soziale Kompetenzen gestärkt werden.

  • Stand
  • 16. März 2015
  • Autor
  • ALP/ISB Arbeitskreis "Lehren und Lernen in Notebook-Klassen"
  • Beitragsbild
  • &copy,istock.com/skynesher