Lückentexte mit Formatvorlagen

Die folgende Beschreibung richtet sich an Lehrkräfte, kann aber in gleicher Weise für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Diese eignen sich bei der Herstellung eines Lückentextes quasi nebenbei auch “trockene” Inhalte an, indem sie einen informativen Text darüber verfassen und Schlüsselbegriffe identifizieren. Die Arbeit mit dem Textverarbeitungsprogramm dient als Motivation.

Zum Einsatz kommt das kostenlose Programm OpenOffice.Writer bzw. LibreOffice.Writer. In anderen Textverarbeitungsprogrammen gibt es analoge Funktionen.

Die Herstellung von Lückentexten mit einem Textverarbeitungsprogramm ist denk­bar einfach. Formulieren Sie zuerst einen Lehrtext. Achten Sie darauf, dass die Begriffe, die später als Lückenwörter verwendet werden, möglichst am Satzende stehen. Das erleichtert es dem Schüler, den Satz zu verstehen und das fehlende Wort zu ergänzen. Pro Satz sollte nicht mehr als eine Lücke eingesetzt werden. In dem hier verwendeten Beispieltext „Das Metrum” sind die späteren Lücken zur besseren Sichtbarkeit fett formatiert. Da der Lückentext später handschriftlich ergänzt werden soll, ist es ratsam, einen eineinhalbfachen Zeilenabstand zu wählen.

Bild von einer mit einem Kugelschreiber in ein Buch schreibenden Hand

©istock.com/petrograd99

Links

Unterrichtspraxis

Vorbereitung

Öffnen Sie nun mit <F11>den Dialog Formatvorlagen und klicken Sie auf das Icon, das die Zeichenvorlagen anzeigt.

Wählen Sie hier den Eintrag Standard, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie im Kontextmenü den (einzigen) Ein­trag Neu.
Nun öffnet sich der Dialog Zeichenvorlage. Geben Sie unter Verwal­ten als Namen für die neue Vorlage z. B. „Lückentext“ ein. Wählen Sie unter Schrift eine Schriftart, die sich vom normalen, später sicht­baren Text unterscheidet. Ideal wäre die Vereinfachte Ausgangsschrift (Quelle s. unten). Ich empfehle eine Schreibschrift in einer Größe, die normaler Handschrift entspricht, also etwa 14-16 Punkt.
Unter Schrifteffekt wählen Sie eine einfache Unterstreichung und als Farbe der Unterstrei­chung Schwarz (oder Grau) aus.

Klicken Sie anschließend auf OK. In der Liste der Zeichenvorlagen wird jetzt die neue Zeichenvorlage Lückentext angezeigt.

Herstellung des Lösungsblatts

Markieren Sie nun nacheinander alle Wörter in Ihrem Lehrtext, die zu Lücken werden sollen, und klicken Sie dann jeweils auf die neue Zei­chenvorlage. Die Lückenwörter werden in der gewählten Schrift formatiert und dadurch klar hervorgehoben.
Drucken Sie jetzt den Lückentext mit den deutlich lesbaren Füllwörtern als Musterlösung aus. Er ist für Sie bestimmt. Sie können diesen Text auch zum Beispiel unter dem Namen „Lueckentext_Loesung“ oder ähnlich speichern.

Herstellung des Lückentextes

Klicken Sie nun im Dialog Formatvorlagen > Zeichenvorlagen mit der rechten Maustaste auf die vorhin erstellte neue Zeichenvorlage Lückentext und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Ändern. Unter Schrifteffekt wählen Sie als Schriftfarbe Weiß(s. Abb.).

Das bewirkt, dass die Lücken­wörter auf dem ebenfalls weißen Papier nicht mehr sichtbar sind, obwohl der Text in der Datei für eventuelle spätere Änderungen noch vollständig ist. Damit die Schüler die Lücke deutlich sehen und eine Zeilenlinie vorfinden, wurde als weiterer Schrifteffekt Unterstreichung mit der Farbe Schwarz bzw. Grau festgelegt.
Und jetzt passiert das kleine Wunder: Mit einem Klick auf OK werden alle Textbestandteile, die mit der Zeichenvorlage Lückentext verbunden sind, in einem Rutsch zu echten Lücken.
Drucken Sie diesen Lückentext aus und vervielfältigen Sie ihn für die Bearbeitung durch die Schü­lerinnen und Schüler. Speichern Sie den Lückentext in dieser Form zum Beispiel unter dem Namen „Lueckentext_mit_Luecken“. – Fertig.

Beispiel

  • Ein Beispiel zum eben beschriebenen Herstellungsprozess sehen Sie in der Datei

    mebis:
    Beispiel Lückentext (PDF)

  • Eine alternative Methode, Lückentexte für die Online-Bearbeitung am Computer herzustellen, bietet das kostenlose Programm HotPotatoes, mit dem interaktive HTML-Seiten auf einfache Weise hergestellt werden können.

    Hot Potatoes

    mebis:
    Hot Potatoes

  • Stand
  • 29. April 2015
  • Autor
  • Günther Neumann, Landesbeauftragter für den Computereinsatz im Deutschunterricht