Korrektur am Computer mit Microsoft Word 2013

Schülerinnen und Schüler sollten in der Computernutzung gewisse Übung erlangen. Daher muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, ein Textverarbeitungsprogramm zum Beispiel für Hausaufgaben zu benutzen. Diese Methode bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Einübung in Schreibfertigkeiten am Computer
  • Bessere Lesbarkeit der Schülerarbeit
  • Einsparung von Schreibpapier
  • Erleichterung der Herstellung einer überarbeiteten Textfassung

Was liegt also näher, als Schülertexte auf USB-Stick einzusammeln oder sich die Hausaufgaben per E-Mail schicken zu lassen? Je nach den lokalen Gegebenheiten der jeweiligen Schule gibt es auch noch andere Möglichkeiten, Texte in elektronischer Form auszutauschen, z. B. über ein schulisches Intranet, eine Lernplattform, einen Online-Speicher oder Blog, auf den sowohl Schüler wie die Lehrkraft Zugriff haben.

Wenn Sie Schülertexte am eigenen Computer bearbeiten, sollten Sie unbedingt einen aktuellen Virenscanner einsetzen, um sich vor Schadprogrammen zu schützen, die auf fremden Datenträgern oder per E-Mail Ihren Computer gefährden könnten!

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass Sie den Schülertext bereits auf Ihrem Computer haben und die korrigierte Version auf dem gleichen Weg wieder an den Schüler zurückgeben. Der eigentliche Vorgang des Korrigierens läuft immer nach dem gleichen Schema ab, jedoch unterscheidet er sich äußerlich ein wenig je nachdem, welches Textverarbeitungsprogramm Sie verwenden. In diesem Artikel wird das Vorgehen mit der kommerziellen Software Microsoft Word 2013 berschrieben.
Ein anderer Artikel beschreibt das Vorgehen mit dem kostenlosen OpenOffice- / LibreOffice Writer.

Ausschnitt eines handschriftlichen Textes

  • Was bedeutet die Korrektur am Computer für den Schüler?

    Einüben eines produktiven Umgangs mit einem Textverarbeitungsprogramm

    Leichtere Möglichkeit der Überarbeitung von Texten gegenüber handschriftlicher Anfertigung

    Durch die Überarbeiten-Funktion bleiben fehlerhafte bzw. verbesserungswürdige Stellen zunächst sichtbar, so dass der Schüler aus seinen Fehlern lernen kann.

    Am Ende bleibt ein theoretisch fehlerfreier Text stehen, ohne dass der „Aufsatz“ nochmals „ins Reine“ geschrieben werden müsste.
  • Was bedeutet die Korrektur am Computer für die Lehrkraft?

    Bessere Lesbarkeit gegenüber mitunter „schwieriger“ Handschrift

    Erleichterte Möglichkeit, ausführliche Korrekturbemerkungen und Interlinearglossen einzufügen.

    „Einfache“ Fehler, z. B. Tippfehler des Schülers, können sofort ausgebessert werden, ohne dass der ursprüngliche Fehler „verschwindet“.

    Korrekturzeichen, z. B. R für Rechtschreibung oder G für Grammatik, können an Ort und Stelle eingefügt werden, so dass sie leichter dem jeweiligen Fehler zugeordnet werden können.

    Anmerkungen, Rückfragen, Kommentare können an derjenigen Stelle in den Schülertext eingefügt werden, auf die sie sich beziehen.

    Schließlich brauchen keine Hefte zwischen Schule und häuslichem Arbeitsplatz hin und her getragen zu werden.

  • Die Korrektur-Arbeit muss genauso sorgfältig geleistet werden wie bisher, aber gegenüber der Korrektur auf Papier stellt die Arbeit am Computer eine spürbare Erleichterung dar.

Korrektur mit MS Word 2013

Korrektur_Word_1

  • 1. Die zu korrigierende Schülerarbeit wird mit Word geöffnet
  • 2. Aktivieren Sie im Menüband den Karteireiter ÜBERPRÜFEN (1) und nehmen Sie folgende Einstellungen wie in der gezeigten Abbildung vor: „Änderungen nachverfolgen“ (2), damit Überarbeitungen festgehalten werden. „Markup: alle“ (3), damit alle Arten von Änderungen erfasst werden. „Markup anzeigen“ (4), damit Änderungen/Korrekturen im Text angezeigt werden. Durch Klicken auf den kleinen dreieckigen Pfeil rechts neben den Befehlen werden die jeweils möglichen Alternativen angezeigt. Wählen Sie die oben genannten Optionen aus. Durch Anklicken des kleinen Pfeils bei (5) gelangen Sie zu dem nächsten Dialogfenster.

Korrektur_Word_2

  • 3. Setzen Sie die Häkchen wie in der gezeigten Abbildung: Alle Änderungen sollen nachverfolgt werden.
  • 4. Durch Anklicken des Schalters „Erweiterte Optionen“ wird das nächste Dialogfenster angezeigt. , in dem Sie die Farben einstellen können, mit denen Ihre Korrekturen angezeigt werden sollen. In der Regel wird das Rot sein:Word_Erw_Optionen

Korrektur_Word_3

  • 5. Hier können Sie die Farben einstellen können, mit denen Ihre Korrekturen angezeigt werden sollen. In der Regel wird das Rot sein. Schließen Sie die beiden Dialogfenster jeweils mit „OK“.

Korrektur_Word_4

Korrektur_Word_5

  • 6. Nach der Korrektur sieht die Schülerarbeit z. B. so aus wie in der Abbildung. In dieser Form wird das Word-Dokument wieder auf USB-Stick gespeichert und dem Schüler zurückgegeben bzw. per E-Mail zurückgeschickt.
  • 7. Der Schüler ruft die korrigierte Datei wieder mit Word auf, aktiviert im Menüband den Karteireiter ÜBERARBEITEN und kann nun mit den Befehlen in der obigen Abbildung ganz rechts jede einzelne Änderung annehmen oder ablehnen. Die Änderungen bzw. Korrekturen, um die es geht, werden jeweils im Text hervorgehoben. Ohne neues Dialogfeld, nur mit den Befehlen im Menüband, werden die Korrekturen angezeigt (im abgebildeten Beispiel ist der Ausdruck „dem vielen Wandern“ markiert) und können einzeln oder „in einem Rutsch“ akzeptiert oder abgelehnt werden. Von der globalen Bearbeitung „in einem Rutsch“ ist jedoch abzuraten, da unter Umständen nicht alle Bemerkungen der Lehrkraft in den fortlaufenden Text eingefügt werden sollen.

Korrektur_Word_4

Korrektur_Word_5

  • 8. Mit den Befehlen „Zurück“ und „Weiter“ kann der Text vorwärts und rückwärts nach Korrekturen durchsucht werden. Jede Korrektur wird markiert und der Schüler kann entscheiden, ob er die Korrektur annimmt oder ablehnt. Achtung! Nicht jede Korrektur kann auf diese Weise sinnvoll akzeptiert werden. Bloße Korrekturzeichen oder eventuelle Kommentare der Lehrkraft sollen schließlich nicht Bestandteil des Aufsatzes werden.
  • 9. Wenn der Schüler alle Korrekturen akzeptiert oder abgelehnt hat, müsste der Text theoretisch fehlerfrei sein. Er kann jetzt erneut gespeichert, gedruckt oder weiter überarbeitet werden.