“Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer – ein E-Mail-Roman

Daniel Glattauers „E-Mail-Roman“ erschien 2006 zunächst in Österreich und wurde wegen seines schnellen Erfolgs mittlerweile in 28 Sprachen übersetzt. Es geht im Kern um eine Liebesgeschichte unter den Bedingungen moderner Kommunikationstechnik. Gerade dieser Aspekt macht den Roman für medienaffine Jugendliche lesenswert.

Warum „Gut gegen Nordwind“ als Klassenlektüre?

Schülerinnen und Schüler ab Jgst. 10 sind in ihrer persönlichen Entwicklung so weit, dass sie bereits erste Erfahrungen mit dem Verliebtsein gemacht haben oder aber aus eigener Beobachtung oder den Medien die Entstehung und den Verlauf von Liebesbeziehungen kennen und sich damit mehr oder weniger intensiv auseinandersetzen können.

Der Roman „Gut gegen Nordwind“ bringt in dieses beinahe alltägliche Thema ein neues Motiv hinein: Der ausschließliche Verkehr per E-Mail regt die Phantasie der Partner an, die sich zwar nicht sehen können, aber doch detaillierte Vermutungen über das Aussehen und das Wesen des jeweils anderen anstellen. Sie machen sich also Bilder voneinander, obwohl sie sich der Fragwürdigkeit solcher Projektionen bewusst sind. Ähnliche Effekte sollten Jugendlichen aus Chat-Räumen bekannt sein, in denen der jeweilige Gesprächspartner ebenfalls hinter den flüchtigen Buchstaben auf dem Bildschirm verborgen bleibt.

Außerdem erlaubt der rein schriftliche Kontakt private und intime Äußerungen, die sich ansonsten Fremde in dieser Deutlichkeit wohl nicht von Angesicht zu Angesicht sagen würden. Auch dieses Phänomen dürften Schülerinnen und Schüler kennen: So manche „Anmache“ traut man zwar einer SMS an, im persönlichen Gespräch würden Hemmungen aber allzu deutliche Anfragen unterbinden. Auch das berühmt-berüchtigte „Schlussmachen“ per SMS gehört in diese Kategorie. Aus einer gewissen Feigheit heraus traut man sich, schwerwiegende persönliche Aussagen nur von Ferne und mittels eines objektivierenden technischen Apparates zu übermitteln.

 

Cover Gut gegen Nordwind

Zielgruppe, Lernziele und Zeitbedarf

  • Zielgruppe:

    Gymnasium ab Jgst. 10
  • Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler sollen…

    Glattauers Roman “Gut gegen Nordwind” genau kennen lernen

    Die Besonderheiten eines Briefromans und seiner modernen Version als E-Mail-Roman erfassen

    Einblick in die Gattungstheorie des Romans gewinnen

    Den E-Mail-Roman um epische Bestandteile ergänzen

    Im Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm und einem E-Mail-Programm das Verfassen persönlicher Schreiben lernen und üben

    Nach vorgegebenen Motiven eigene E-Mails gestalten

  • Zeitbedarf:

    Ca. 3-4 Unterrichtsstunden. Einige Arbeiten wie z. B. das Formulieren eigener Texte sind als Hausaufgabe zu erledigen

Ferner zeigt sich im Roman durchaus eine verbreitete Beziehungsangst und Verletzlichkeit der Menschen. Ein persönliches Gespräch hat größere Verbindlichkeit. Ausgesprochene Sätze haben direkte Reaktionen zur Folge. Augenkontakt ist viel intimer und manchmal entlarvend. Demgegenüber könnte man einen E-Mail-Verkehr jederzeit gefahrlos und ohne Zwang zu vielleicht peinlichen Erklärungen einfach abbrechen.

Zu diesen inhaltlichen Kriterien, die die Problematik des Romans für Jugendliche zugänglich machen, kommen noch einige weitere Aspekte. Der Roman ist mit 219 Seiten von überschaubarem Umfang und liest sich auch wegen relativ großer Abstände zwischen den vielen E-Mails relativ zügig. Seit einigen Jahren wird eine dramatische Bearbeitung des Textes in vielen Theatern im deutschsprachigen Raum aufgeführt. Eventuell bietet sich also der Besuch einer solchen Veranstaltung mit der Klasse an.

Zudem gibt es die Verfilmung einer Theateraufführung des Romans als DVD. Und wegen des großen Erfolgs hat Glattauer eine Fortsetzung geschrieben, die unter dem Titel „Alle sieben Wellen“ erschienen ist. Natürlich gibt es den Roman und seine Fortsetzung auch als Hörbücher. Damit lässt sich der Unterricht abwechslungsreich und kreativ gestalten.

Literatur

"Gut gegen Nordwind“ im Unterricht - Vergleich E-Mail vs. Brief

Die Kommunikation per E-Mail ist essentiell für die Handlung des Romans. Die Besonderheiten dieser Kommunikation werden mit Hilfe eines Arbeitsblattes und an der Tafel erarbeitet. Dabei zeigt sich, dass der Tippfehler in der Anschrift, der die beiden Protagonisten in Kontakt bringt, nur in der E-Mail eine Rolle spielt, während er bei einem traditionellen Brief vermutlich keine unerwarteten Folgen nach sich gezogen hätte.

Gelegentlich wird Daniel Glattauers Roman “Gut gegen Nordwind” als E-Mail-Roman bezeichnet. Der Begriff weist darauf hin, dass der Text des Romans ausschließlich aus E-Mails besteht, also aus der privaten Perspektive des jeweiligen Absenders geschrieben ist. Dazu kommen lediglich spärliche Angaben zur Abfassungszeit und zum Betreff, wie es in E-Mails üblich ist. Eine epische Erzählung außerhalb der „direkten Reden“ wie in einem herkömmlichen Roman fehlt jedoch.

Der Begriff E-Mail-Roman knüpft auch an die im 18. Jahrhundert verbreitete Kultur des Briefromans an. Als dessen mustergültiges Beispiel kann Goethes “Die Leiden des jungen Werthers” angesehen werden. Bei Goethe finden sich allerdings ausschließlich fiktive Briefe seines Protagonisten Werther. Charlottes Antworten, wenn es denn solche gegeben hätte, werden nicht wiedergegeben. Gegen Schluss sind jedoch auch Äußerungen eines Herausgebers eingefügt, weil der abschließende Selbstmord nicht in einem Brief Werthers wiedergegeben werden kann.

Bei Glattauer schreiben zwei gleichberechtigte Hauptpersonen, Emmi Rothner und Leo Leike, im Wechsel. Hier meldet sich gegen Schluss Emmis Ehemann, um der E-Mail-Beziehung eine neue Wendung zu geben.

Da die Beziehung zwischen Emmi und Leo nur durch das Medium E-Mail zustande kommen kann, ist ein Vergleich der E-Mail-Form mit der Form eines traditionellen Briefs nahe liegend.

Arbeitsblatt

  • Das Arbeitsblatt "Glattauer Nordwind Vergleich" stellt zwei Abbildungen gegenüber: eine typische E-Mail und einen sachlichen Brief gleichen Inhalts. Die folgenden Schritte beschreiben die unterrichtliche Verwendung des Arbeitsblattes.

    Die Schülerinnen und Schüler sollen zunächst Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Kommunikationsformen mündlich erarbeiten.

    In einem zweiten Schritt wird der untere Teil des Arbeitsblattes ausgefüllt.

    Nach ein paar Minuten lesen einige Schüler ihre Ergebnisse vor. Die Lehrkraft kontrolliert mit Hilfe des Lösungsvorschlags die Schülerarbeiten.

    An der Tafel werden Vor- und Nachteile bzw. unterschiedliche Eigenschaften der jeweiligen Kommunikationsform festgehalten.

Tafelanschrift

Elektronischer Brief

E-Mail

Brief

Spitzname Snail-Mail

Anschrift und Absender sind sehr kurz. Tippfehler werden nicht toleriert.

Anschrift und Absender werden genau genannt. Tippfehler können u. U. toleriert werden

Die Zustellung erfolgt praktisch sofort und rund um die Uhr.

Die Zustellung erfolgt 1-2 Werktage nach dem Abschicken.

Empfang kann/muss aber nicht bestätigt werden. → Gefahr des Verlusts der Nachricht.

Bei falscher Adresse geht der Brief zurück an den Absender.

Die Sprache / Der Inhalt ist oft umgangssprachlich oder unpräzise.

Der Absender bemüht sich meist um klare, eindeutige Formulierung des Anliegens.

Rechtliche Verbindlichkeit ist fragwürdig (Unterschrift? Bewusste Unterschlagung/Verlust der Nachricht)

Verbindlichkeit der Schriftform normalerweise gegeben (vgl. Einschreiben etc.)

Internetzugang und geeignete Hardware vorausgesetzt: geringe Kosten

„Hardware“: Schreibpapier, Stift, Umschlag
Kosten für Porto

Mail-Postfach ist jederzeit weltweit abrufbar.

Empfänger muss den häuslichen Briefkasten leeren.

©istock.com/NorthernStock

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Kreative Schreibaufträge

Verbindende Erzählung des Romananfangs

Gattauers Roman kann prinzipiell überall durch die E-Mails verbindende epische Teile ergänzt werden. Im Folgenden werden drei Situationen, die in besonderer Weise geeignet sind, als Anregung für kreative Ausgestaltungen beschrieben. Nach einer Einweisung im Unterricht werden die Schreibaufträge als Hausaufgabe ausgeführt.

Dem Anfang eines Romans kommt traditionell eine besondere Bedeutung zu. Er enthält die Exposition, in der Ort und Zeit der Handlung, die wichtigsten Personen und die Ausgangslage dargestellt werden. Oft handelt es sich dabei um einen Konflikt, der im Weiteren die Handlung vorantreibt.

Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, die genannten Aspekte in sprachlich angemessener Weise auszuformulieren und die E-Mails von Anfang Seite 6 (15. Jänner) bisSeite 7 (Drei Minuten später) in eine Erzählung einzubinden. Sie können dabei eine auktoriale oder neutrale Perspektive einnehmen. Emmi und Leo können sowohl äußerlich beschrieben als auch mit ihren Gedanken und Gefühlen dargestellt werden.

Zu beachten ist dabei, dass der zeitliche Verlauf der E-Mail-Kommunikation (33 Tage später, Neun Monate später) geschickt überbrückt werden muss. Auch Vorausdeutungen, die die Spannung auf das Kommende wecken bzw. erhöhen, können als erzählerische Mittel eingesetzt werden.

Der Umfang der Ausgestaltung hängt vom erzählerischen Geschick der Schüler ab. Ohne die eingebauten E-Mails sollte der „neue“ Text etwa zwei bis drei Seiten umfassen.

Arbeitsblatt

  • Als mögliche Hilfe kann das hier beigefügte Arbeitsblatt dienen, das die Struktur der von den Schülern zu formulierenden Textabschnitte veranschaulicht. Viele Schüler dürften aber auch ohne eine solche vorstrukturierte Anleitung auskommen.

Ein Flirt per E-Mail

Im Zentrum des Romans steht eine Liebesgeschichte, die, und das ist das Besondere an diesem Werk, ausschließlich schriftlich per E-Mail gelebt wird. In einer kurzen Szene auf S. 40f. kommen sich die beiden Protagonisten trotzdem emotional sehr nahe. Es kann gerade für Jugendliche reizvoll sein, Gedanken, Gefühle und Handlungen der beiden Verliebten in dieser Szene zu ergänzen.

Arbeitsblatt

  • Leo war in einer Bar und Emmi schreibt ihm spät abends nochmal. Auch für diese Situation steht ein vorstrukturiertes Arbeitsblatt zur Verfügung.

Das Treffen im Cafe

Eine Szene, die im Roman logischerweise ausgeblendet bleibt, ist das verabredete Treffen zwischen Emmi Rothner und Leo Leike im Café Huber. Dort können sie keine E-Mails schreiben. Was sie aber während der zwei Stunden ihres gemeinsamen Aufenthalts im Café gedacht und gesehen haben, teilen sie sich in den Mails ab S. 47 mit. Bis S. 64 werden verschiedene Personen, die im Café anwesend waren, beschrieben und eingeschätzt.

Diese Informationen sollten verwendet werden, um das merkwürdige Rendezvous der beiden Protagonisten erzählerisch darzustellen. Die Erzählung sollte durch wörtliche Reden und sinnvolle Handlungen lebendig gestaltet werden und könnte ca. zwei bis drei Seiten umfassen. Ihr fiktiver Platz im Roman wäre zwischen den Seiten 46 und 47 der Originalausgabe.

Tafelanschrift

  • Um gewisse Hemmungen beim freien Erzählen abzubauen und Gestaltungsideen zu entwickeln, können vor der eigentlichen Schreibarbeit an der Tafel Tipps für diese Aufgabe gesammelt werden:

    Was macht eine lebendige Erzählung aus?

    Genaue, nachvollziehbare Einbindung in Zeit und Ort des Geschehens (hier: überfülltes Café, 17:00 Uhr)

    Realistische Beschreibung des Handlungsraums (hier: Café)

    Anschauliche Beschreibung der auftretenden Figuren (Gesicht, Statur, Kleidung)

    Wörtliche Reden in Rede und Gegenrede

    Gedanken und Gefühle, die sich teilweise im Verhalten der Figuren spiegeln

    Angemessene Nebenhandlungen (z. B. Bestellung und Bezahlung im Café)

  • Neben den drei genannten Beispielen lassen sich noch viele weitere Anknüpfungspunkte für kreative Gestaltungen finden.

    Zum Beispiel könnte ein weiterer E-Mail-Dialog zwischen Leo und Marlene, seiner ehemaligen Freundin, entwickelt werden.

Zur Theorie des Briefromans

An dieser Stelle soll nicht eine möglichst umfassende Darstellung der Theorie des Romans erfolgen. Es geht lediglich darum, die Besonderheiten des Briefromans und dessen moderner Version des E-Mail-Romans aufzuzeigen.

Kurze Definition des Romans

Der Duden definiert den Roman als „literarische Gattung erzählender Prosa, in der [in weit ausgesponnenen Zusammenhängen] das Schicksal eines Einzelnen oder einer Gruppe von Menschen (in der Auseinandersetzung mit der Umwelt) geschildert wird“ (DUDEN online. Internet:
http://www.duden.de/rechtschreibung/Roman, zuletzt besucht am 15.04.2015). Inwieweit bei der vorliegenden Lektüre von „erzählender Prosa“ gesprochen werden kann, muss vorerst unberücksichtigt bleiben.

Verifizierung der Charakteristika des Briefromans

Briefromane gewannen vor allem im 18. Jahrhundert an Bedeutung, als im Zuge der Empfindsamkeit die ausführliche Beschreibung innerer Seelenzustände in den Blickpunkt des Interesses rückte. Dieser inhaltlichen Anforderung kommt der Brief dadurch entgegen, dass er äußerst subjektiv verfasst ist und durch die konkrete Adressierung sehr intime Gedankengänge zulässt und diese verschriftlicht.

Vergleich mit Goethes „Werther“

Ein Vergleich mit dem bedeutendsten Briefroman deutscher Sprache, mit Goethes „Werther“, kann an die bereits bekannten Merkmale aus dem oben genannten Arbeitsblatt anknüpfen. Darüber hinaus lassen sich inhaltliche und sprachliche Aspekte beider Werke vergleichen.

Im Anschluss sollen einander entsprechende Kriterien durch Linien verbunden werden. Dadurch werden die Unterschiede beider Romane erkennbar, weil jeweils gegensätzliche beziehungsweise qualitativ unterschiedliche Felder verknüpft werden. Wenn die Zuordnung gelegentlich nicht eindeutig möglich ist, eröffnet dies die Möglichkeit der Diskussion.

Die Frage nach „erzählender Prosa“

In der Definition des Duden-Verlags wird der Roman als erzählende Prosa beschrieben. Auf dem Buchcover wird die Gattung von „Gut gegen Nordwind“ mit „Roman“ bezeichnet. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass der Text des Romans ausschließlich aus persönlichen Mitteilungen der beiden Protagonisten besteht, die man in einem weiteren Sinn auch als „wörtliche Reden“ verstehen kann.

Erzählende Elemente fehlen vollständig. Lediglich auf ein Minimum reduzierte Zeitangaben geben Hinweise auf den chronologischen Verlauf des virtuellen Dialogs. Auch die gelegentlich beigefügten Betreffzeilen ersetzen nicht die „Erzählung“, sondern sind der fiktiven Form der E-Mail geschuldet.

Deshalb nähert sich der Text des Romans formal sehr stark der Form des Dramas an. Dadurch wird die Adaption für das Theater wesentlich erleichtert. Man könnte den Roman also auch als Zwei-Personen-Stück lesen.

Nach dieser Überlegung, die im Unterrichtsgespräch entwickelt wird, bietet sich der Besuch einer Theateraufführung oder, wenigstens auszugsweise, die Betrachtung einiger Szenen der Verfilmung des Werkes an.

Arbeitsblätter

  • Mehrere Merkmale unterscheiden den Briefroman vom „herkömmlichen“ Roman. Eine Liste derartiger Merkmale soll mit Hilfe eines Arbeitsblattes analysiert werden. Dabei untersuchen die Schülerinnen und Schüler, ob diese Merkmale auf „Gut gegen Nordwind“ zutreffen oder nicht. Unter Umständen müssen Begriffe wie Retrospektive, point of view, monoperspektivische Struktur oder implizite Informationsvergabe durch die Lehrkraft geklärt werden. Am Schluss kommen die Lernenden zu einem fundierten Urteil, das sinngemäß etwa so formuliert werden könnte: „Gut gegen Nordwind“ ist kein Briefroman, weil hier die unmittelbare Wiedergabe von aktuellen Empfindungen und Gedanken im Vordergrund steht.

    mebis:
    Typus des Briefromans (PDF)

  • Auf dem Arbeitsblatt "Glattauer Nordwind Werther" werden verschiedene Kriterien inhaltlicher, formaler und stilistischer Art vorgegeben, die durch Einfärben den beiden Werken zugeordnet werden sollen. Dabei steht Blau für „Gut gegen Nordwind“, weil das Buchcover vorwiegend blau gehalten ist, und Rot für „Werther“, weil hier die Liebe eine beherrschende Rolle spielt.

    mebis:
    Arbeitsblatt: Vergleich mit Goethes Werther (PDF)
  • Stand
  • 2. April 2015
  • Autor
  • Günther Neumann, Landesbeauftragter für den Computereinsatz im Deutschunterricht