JIM-Studie 2016

Im Rahmen der JIM-Studie 2016 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, wurden 12-bis 19-Jährige in Deutschland zu ihrem Medienumgang unter anderem im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt. Dabei ging es auch um Regelungen in Bezug auf Handy und WLAN in der Schule.
Mit 94 Prozent dürfen fast alle Befragten ihr Handy mit in die Schule nehmen, dort ist die Nutzung dann aber unterschiedlich reglementiert. Zwei Fünftel dürfen ihr Mobiltelefon zwar mit in die Schule nehmen, dort dann aber prinzipiell nicht benutzen. Ein Drittel der Befragten darf das Handy in der Schule nur in den Pausen nutzen und nur 22 Prozent der Schüler dürfen ihr Handy gezielt für den Unterricht einsetzen. Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler werden ihnen diesbezüglich mehr Möglichkeiten eingeräumt: Bei den 12-bis 13-Jährigen darf nur jeder Zehnte das Handy für den Unterricht nutzen, bei den volljährigen Schülerinnen und Schülern sind es immerhin 45 Prozent. WLAN gibt es nach Angaben der Befragten an 41 Prozent der Schulen, meist ist es jedoch nicht zur Nutzung für die Schülerinnen und Schüler gedacht. 29 Prozent dürfen das WLAN an der Schule generell nicht nutzen, fünf Prozent der Lernenden ist es erlaubt, das Schul-WLAN in den Pausen zu nutzen. Im Schulunterricht darf der WLAN-Zugang, beispielsweise zu Recherchezwecken im Rahmen spezifischer Aufgabenstellungen, nur von sieben Prozent genutzt werden.
Insgesamt verbringen Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren in Deutschland durchschnittlich 92 Minuten an einem Wochentag mit ihren Hausaufgaben (mit und ohne Computer/Internet), Mädchen investieren mit 106 Minuten deutlich mehr Zeit als Jungen (78 Min.). Knapp die Hälfte ihrer Lern-/und Hausaufgabenzeit (43 % bzw. 40 Min.) arbeiten die 12-bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler jeden Tag zuhause am Computer oder im Internet für die Schule. Die digitale Hausaufgabenzeit steigt mit zunehmendem Alter der Jugendlichen von einer guten halben Stunde bei den 12-bis 13-Jährigen auf eine gute Dreiviertelstunde bei den volljährigen Schülern an.

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und neunzehn Jahren im Frühsommer 2016 telefonisch befragt.
Neben Fakten zum Thema Smartphone und Schule enthält die JIM-Studie 2016 Basisdaten zum Freizeitverhalten der 12-bis 19-Jährigen sowie Mediennutzungsdaten zu Internet, Fernsehen, Radio, Büchern und digitalen Spielen. Ein weiterer Themenschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf verschiedenen Optionen zur Nutzung von Bewegtbild und Musik.

  • Stand
  • 28. November 2016